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Das kürzlich stattgefundene Erdbeerfest war wieder gut besucht, der Absatz der Erdbeeren floriert. Damit scheint einmal mehr bestätigt: Der Erdbeer- bzw. Beerenanbau im Vinschgau war und ist eine gute Entscheidung. Inzwischen gibt es einen Erdbeerweg, eine Erdbeerwanderung, eine Erdbeerwelt, eine Erdbeerkönigin, eine Erdbeerlotterie und natürlich viele neu entwickelte Erdbeerköstlichkeiten. Erdbeeren wachsen vor allem im Martell, es gibt dort und im restlichen Vinschgau aber auch andere Beeren, wie Himbeeren, rote und schwarze Johannisbeeren, Heidel- und Brombeeren sowie Kirschen, Marillen und Gemüse. „Die Königin der Beeren ist zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor geworden,“ weiß Gerhard Eberhöfer von der VI.P, dem Verband der Vinschgauer Produzenten für Obst und Gemüse. „Immerhin hatten wir 2015 eine Produktionsmenge von 520 t Erdbeeren, 13 t Himbeeren, 15 t Johannisbeeren sowie jeweils 1t Brom- und Heidelbeeren. Heuer erwarten wir die gleichen Mengen und eine gute Qualität. Die Erdbeeren und das Gemüse werden in Südtirol und in Norditalien erfolgreich vermarktet. Man schätzt unsere Ware aufgrund der guten Qualität und des besonderen Aromas. Nicht zuletzt haben wir aufgrund der hohen Lagen noch frische Ware, wenn anderorts diese nicht mehr zu finden ist,“ so der Experte. Viele bauen im Nebenerwerb auch schmackhaftes Gemüse an: Blumenkohl, Salate, Kartoffeln, Karotten, Bergartischocken, rote Rüben, Gurken und Zucchini.
 
Das Segment Beeren- und Gemüseanbau ist vor allem für Betriebe in Randgebieten interessant, wo Obst- und Weinbau nicht mehr möglich ist. An die ca. 50 Anbauer an Beeren gibt es im Martelltal. Auch für Viehwirtschaftsbetriebe sind der Beeren- und der Gemüseanbau ein interessanter Zuerwerb. Die Auszahlungspreise in den beiden vergangenen Jahren im Beerenobst sind als gut zu bezeichnen. Man sieht, es lässt sich damit gutes Geld verdienen, wenn auch eine professionelle Anbautechnik mit hohen Investitionskosten verbunden ist. Und das Wetter ist natürlich ein besonderer Risikofaktor. Kurzum - Martell hat sich als Beerental einen Namen gemacht. Es wirbt mit Berge, Beeren, Biathlon und man sieht einmal mehr wie sinnvoll es auch marketingtechnisch sein kann, sich voll und ganz einem besonderen Thema, einer Marktlücke zu widmen. Profitieren tun viele davon: Die Anbauer, die Tourismusbetriebe, die Gastronomie und indirekt der Handel und das Handwerk.
 
Ein Fest, das von sich reden macht
Das Erdbeerfest hat heuer das 17.te Mal stattgefunden. 1999 war es noch ein kleines Festl, inzwischen hat es sich zu einem der größten Feste in Südtirol gemausert. Heuer waren es an die 6.500 Personen, welche das Fest besucht haben. Nicht weniger als an die 3.500 kg Erdbeeren wurden verkauft. Besucher konnten vom größten Erdbeerkuchen der Welt – immerhin mit einer Größe von 25 m² – naschen. Dafür und für die anderen Erdbeerspeisen wurden an die 1.000 kg Erdbeeren benötigt. Die Gäste kamen aus Südtirol, dem norditalienischen Raum, aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und sogar Niederländer und Engländer waren vertreten. Das zweitägige Fest wurde von 10 Reisegruppen angefahren. Das Fest und seine Eröffnung nicht entgehen ließen sich viele politische Vertreter, verschiedene Vertreter von Verbänden und Institutionen und der Landesregierung sowie eine Delegation von der Partnergemeinde Dudenhofen. Das Resümee ist bei allen gleich: Immer ist das Erdbeerfest ein tolles Erlebnis – auch im kulinarischen Sinn - und man kommt gerne wieder. Daran änderte auch das unbeständige Wetter heuer nichts.
 

Frische in Detailgeschäften garantiert

Frische Marteller Erdbeeren sind in folgenden Geschäften erhältlich: In erster Linie in der Südtiroler Erdbeerwelt Trattla in Martell, dem Verkaufspunkt der Erzeugergenossenschaft MEG. Neben den Erdbeeren und sonstigen Kleinfrüchten gibt es dort – je nach Ernte – verschiedene Gemüsesorten und veredelte Produkte aus der heimischen Landwirtschaft. Weitere Verkaufspunkte im Vinschgau sind die VI.P BIO (Industriezone Nr. 9) in Latsch, die Genossenschaften JUVAL in Kastelbell und die OVEG in Eyrs. Auch ausgewählte Geschäfte, wie z.B. der Vinschger Bauernladen in Staben-Naturns bieten die gesunden Früchte und Gemüsesorten an. Die Detailgeschäfte der Genossenschaften gewährleisten Standortbedingt absolute Frische. Am Morgen gepflückt und sofort ins Regal. 2 Marienkäfer im Logo garantieren sichere, kontrollierte Qualität, natürlichen Anbau und ein besonderes Geschmackserlebnis.
 

Im Bild 1: Erdbeeren aus Martell

Im Bild 2: Die Logo der Marke „Vinschgau“ mit den beiden Marienkäfern

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