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Seit diesem Dezember steht allen Besuchern der Therme Meran wieder das Heilwasser vom Vigiljoch zur Verfügung. Die Quellfassung mit einer durchschnittlichen Schüttung von 9 Litern pro Sekunde befindet sich auf 1.500 Höhenmeter und das Wasser gelangt durch eine eigene Rohrleitung direkt in die Therme Meran. Damit werden nun zwei Pools in der Badehalle gespeist. Die besondere Eigenschaft dieses Wassers beruht auf seinen Radongehalt. Radon ist ein geruchloses Edelgas, das bei angemessener Konzentration als heilendes Thermalwasser klassifiziert wird. Dies trifft auch für das Vigiljocher Heilwasser zu. „Das Baden in radonhaltigem Wasser hilft bei Gelenk-, Knochen- und Muskelschmerzen, bei rheumatischen Erkrankungen, Gicht, Arthrose und Erkrankungen der Atemwege“ so Dr. Salvatore Lo Cunsolo, der Sanitätsdirektor der Therme Meran.

Um die Heilwirkung garantieren zu können, wird das Wasser monatlich vom Dienst für medizinische Strahlenphysik des Sanitätsbetriebes der Autonomen Provinz Bozen unter der Leitung von Dr. Ehrenfried Moroder kontrolliert damit die vom medizinischen Standpunkt aus empfohlenen Werte des Radongehaltes erreicht und die gesetzlich vorgegebenen Richtwerte eingehalten werden. So ist das Thermalwasser nicht nur wie bisher für Einzelanwendungen und Inhalationen sondern für alle Gäste der Therme Meran nutzbar. Die Becken mit dem radonhaltigen Wasser sind gesondert ausgeschildert und die BesucherInnen erhalten Indikationen über die empfohlene Badedauer für eine optimale Wirkung.

Bereits seit der Eröffnung der neuen Therme Meran wird das radonhaltige Wasser vom Vigiljoch für Inhalationen und Einzelbäder therapeutisch eingesetzt. Es eignet sich besonders bei chronischen Atemwegserkrankungen, Schnupfen, Heuschnupfen, chronischer Bronchitis, Mandel-, Kiefer- und Stirnhöhlentzündungen. Die Kosten für diese spezielle Anwendung werden vom öffentlichen Gesundheitsdienst übernommen. Um zu diesen Therapien zugelassen zu werden, müssen die Patienten eine entsprechende Bescheinigung vom Arzt vorweisen. Der Sanitätsdirektor der Therme Meran Dr. Salvatore Lo Cunsolo nimmt dann die medizinische Untersuchung vor. Therapien mit Radonwasser werden auch in anderen Kurorten angeboten, wie zum Beispiel in Bad Gastein bei Salzburg oder in Lurisia im Piemont.

Im Bild:
die Badehalle der Therme Meran