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In Südtirol werden jährlich an die 370.000 Liter Apfelsaft mit dem Südtiroler Qualitätszeichen produziert. Dieser wird in Norditalien immer beliebter. Dafür sorgen Verkostungsaktionen und Messeauftritte, welche von der Exportorganisation Südtirol (EOS) der Handelskammer Bozen organisiert werden. Die kürzlich stattgefundene Messe Expo Riva Hotel in Riva del Garda war ein voller Erfolg. Das Interesse der Fachbesucher am Produkt Südtiroler Apfelsaft war sehr groß. Damit folgt das Ergebnis der Messe einem Trend, der sich bereits im vergangenen Jahr abgezeichnet hat. Im Jahr 2007 erfuhr der Export von Apfelsaft einen signifikanten Anstieg. Alfons Bologna, einer der Hersteller, zeigte sich vom Erfolg des Messeauftritts überzeugt: „Bereits beim letzten Mal konnten wir hier neue Kunden gewinnen und dies hat sich heuer wieder bestätigt. Die Kontakte sind vielversprechend.“

Publikumsverkostungen kommen gut an
Die zweite Schiene der Marketingaktivitäten für den Südtiroler Apfelsaft läuft über Verkostungen in Supermärkten. „Sie sind eine sehr effiziente Marketingmaßnahme und haben sich gut bewährt. Der Vorteil besteht darin, dass man den Konsument direkt ansprechen und ihn über die Eigenschaften des Produkts aufklären kann und er kann den Südtiroler Apfelsaft gleich verkosten. Oft kommt es unmittelbar nach der Verkostung zum Kauf und dann zu Folgekäufen. In Norditalien ist es generell so, dass die Menschen den naturtrüben Apfelsaft nicht kennen, deshalb ist das Verkosten des Produkts sehr wichtig, dann sind sie begeistert davon“, weiß Jörg Kerschbauer vom Weissenhof in Vilpian. Der Apfelsafthersteller konnte durch Verkostungen in Norditalien seinen Verkauf wesentlich steigern. Insgesamt wurden an die 14 Verkostungen im Raum Verona und Mailand durchgeführt. Gezielt geschulte Hostessen in Tracht betreuen die Verkostungsstände und klären die potentiellen Konsumenten über die besonderen Eigenschaften des Apfelsaftes mit dem Südtiroler Qualitätszeichen auf.

Kontrollierte Qualität
Nur kontrollierte Apfelsafthersteller dürfen das Qualitätszeichen Südtirol tragen. Voraussetzung dafür ist die Einhaltung strengster Kriterien hinsichtlich der Herkunft und des Anbaus der Äpfel. Sie müssen aus integriertem oder biologischem Südtiroler Apfelanbau stammen und dürfen kein Fallobst sein. Ebenso bedingt das Qualitätszeichen die Kontrolle der Herstellungsmethode. Die Herstellung und Abfüllung des Saftes muss in Südtirol erfolgen. Dafür darf nur naturtrüber Direktsaft ohne Zusatz von Zucker und Konservierungsstoffen verwendet werden. Sechs Apfelsafthersteller dürfen ihren Apfelsaft mit dem Südtiroler Qualitätszeichen kennzeichnen. Zu ihnen gehören Alfons Bologna, Kaiserwasser, Mooshof, Soini, Kandlwaalhof und Weissenhof.


Im Bild 1:
Alfons Bologna auf der Fachmesse für Hotel und Gastgewerbe in Riva del Garda
Im Bild 2:
Apfelsaft mit Südtiroler Qualitätszeichen