Die Ernte des Blumenkohls mit dem Qualitätszeichen Südtirol ist voll angelaufen. Bislang wurden ca. 1.500 Tonnen Blumenkohl geerntet und täglich liefern Südtirols Gemüseanbauer weitere 60 bis 100 Tonnen. „Eines der wichtigsten Argumente für den Blumenkohl aus Südtirol ist seine Qualität, die auch bei der heurigen Ernte wieder sehr gut ist. Dies ist einer der Gründe warum wir mit dem Blumenkohl mit dem Qualitätszeichen Südtirol Marktführer in Italien sind. Von Turin bis Triest, von Verona bis Neapel, sogar auf Sizilien setzen die Händler auf Blumenkohl aus Südtirol“, berichtet Reinhard Ladurner, Direktor der Obst- und Gemüsegenossenschaften ALPE und OVEG. Der Blumenkohl wird morgens ab 5 Uhr geerntet. Dann ist es noch kühl und das kommt der Frische und Haltbarkeit der Ware zugute. Bis Mittag trifft die Ware in der Genossenschaft ein. Nach einer Qualitätskontrolle wird das Gemüse noch am selben Tag an die verschiedenen Großhändler in ganz Italien geliefert. Aufgrund effizienter Logistik ist die Ware max. 1,5 Tage nach der Ernte in den Regalen; also absolut frisch. Die Pflanzen für den Sommerblumenkohl werden schon Ende März unter Fliesabdeckungen gepflanzt. Die Pflanzungen sind zeitlich verschoben, sodass Blumenkohl durchgehend bis Mitte September geerntet werden kann. Durch diese Methode kann ein Feld bis zu 2 Mal bepflanzt und abgeerntet werden.
Radicchio und Eisbergsalat aus heimischem Anbau
Zeitgleich mit der Ernte des Blumenkohls läuft die Ernte von Radicchio und Eisbergsalat. Zwar kann der Anbau dieser beiden Gemüsesorten in Südtirol von der Ertragsmenge her noch nicht mit dem Anbau von Blumenkohl mithalten. Aber auch sie tragen das Qualitätszeichen Südtirol und bieten damit alle Vorteile die man schon beim Südtiroler Blumenkohl schätzt. Südtiroler Gemüse ist Freilandgemüse und kommt deshalb in den Genuss des besonderen Klimas und der fruchtbaren Böden Südtirols. In den luftigen Höhenlagen lassen die warmen sonnigen Tage und die kühlen Nächte das Gemüse langsamer reifen. Dadurch entwickelt es mehr Geschmack. Regelmäßige Kontrollen gewährleisten, dass der Anbau gemäß den strengen Richtlinien erfolgt, die für Produkte mit dem Südtiroler Qualitätszeichen vorgesehen sind. Dazu gehören Rückstandsanalysen und Stichproben am Feld sowie am Endprodukt. Das Qualitätszeichen Südtirol garantiert die Herkunft der Produkte von Südtiroler Höfen und deren besondere Qualität. Nur Gemüse und Salate erster Wahl, die umweltschonend und verbraucherfreundlich angebaut und erntefrisch geliefert werden, erhalten dieses Qualitätszeichen. Gemüse aus Südtirol ist deshalb voller guter Eigenschaften: frisch, knackig, schmackhaft, vitaminreich, gut haltbar und mit hervorragenden Kocheigenschaften.
Wichtiges Standbein für Nebenerwerb
Ca. 400 Betriebe in Südtirol produzierten im Jahr 2007 etwa 13.400 Tonnen Gemüse mit dem Qualitätszeichen Südtirol. Sie alle sind Familienbetriebe, die ihre Salate und ihr Gemüse vom Anbau bis zur Ernte mit größter Sorgfalt pflegen. Die Südtiroler Gemüseanbaugebiete liegen auf einer Höhe von 650 bis 1.650 m im Vinschgau, Martelltal und im Pustertal. Der Gemüseanbau ist für viele Bauern ein zweites finanzielles Standbein, da er mit relativ niedrigen Investitionen verbunden ist. Leistungsstarke Genossenschaften sorgen dafür, dass das Qualitätsgemüse stets erntefrisch auf den Markt kommt.
Im Bild: Die Blumenkohlernte