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Gestern Abend fand im Forum Brixen die Bürger-Informationsveranstaltung der Eisackwerk GmbH statt. Man wollte der Bevölkerung und den Entscheidungsträgern den aktuellen Stand der Dinge darlegen, aber auch über wichtige rechtliche Neuerungen im Energiebereich informieren. Aber vor allem ging des den Eisackwerk-Vertretern darum, zu appellieren, dass endlich eine Entscheidung in Bezug auf die Konzessionsvergabe getroffen wird. Diese ist nämlich schon seit 3 Jahren überfällig. Zu der Veranstaltung waren alle politischen Entscheidungsträger wie Landesräte, Gemeindevertreter der betroffenen Gemeinden und die Vertreter der zuständigen Ämter schriftlich eingeladen. Doch niemand von diesen fand es als notwendig, sich den Lösungsansatz der Eisackwerk GmbH anzuhören. Man entschuldigte sich telefonisch, schickt aber keinen Ersatz. Um so mehr ist man bei der Eisackwerk befremdet, da man anerkannte Fachleute unter anderem aus Padua und Österreich zum Referat geladen hatte. Wohl gekommen waren an die 60 Interessierte, ein Bürgermeister aus dem Raum Bozen und einige Oppositionspolitiker. „Wir haben hier einen interessanten, ausgereiften Lösungsansatz für saubere Energiegewinnung ohne Umweltbeeinträchtigung parat, der auch noch eine effiziente Lösung für den Schutz von Hochwasser der Stadt Brixen, Bozen und Trient vorsieht. Man muss nicht von dem Projekt begeistert sein, doch sollten sich die Entscheidungsträger doch wenigstens unseren Lösungsansatz anhören,“ ist Christoph Fuchsbrugger, Geschäftsführer der Eisackwerk GmbH, enttäuscht.

Vor allem wundert man sich bei der Eisackwerk GmbH, dass die Politiker den Hochwasserschutz von Brixen, Bozen und Trient als nicht wichtig erkennen. Denn das Projekt sieht neben der effizienten Nutzung der Energie und großer Umweltverträglichkeit auch einen effizienten Hochwasserschutz für Brixen vor. Mit dem Bau des Eisackwerkes würde nämlich der Stausee bei Franzensfeste nicht mehr zur Energiegewinnung gebraucht. Mit einem verhältnismäßig geringen Kostenaufwand kann der Stausee als Auffangbecken einen wesentlichen Beitrag für den Hochwasserschutz für Brixen leisten. Laut dem Hydrologischen Amt des Landes beträgt die Wasserführung des Eisacks bei einem hundertjährigen Hochwasser 385 m3/sec. Schon bei dieser Menge sind die Dämme bei Brixen überlastet. Wird der Stausee für den Hochwasserschutz entsprechend umgebaut, dann kann er mit seinem Fassungsvermögen von 3,6 Mio. m3 rund 100 m3 Wasser pro Sekunde über einen Zeitraum von 10 Stunden zurückhalten. Dies stellt einen effektiven und im Vergleich zu den Alternativen kostengünstigen Hochwasserschutz für Brixen, Bozen und Trient dar, der jedoch nur durch den Bau des Eisackwerkes ermöglicht wird. Seit 1920 wurden immer wieder Projekte und Studien zum Hochwasserschutz für Brixen in Auftrag gegeben. Doch heute ist noch keine konkrete Lösung in Aussicht – gescheitert meist an der nicht möglichen Finanzierbarkeit. Ein Umstand dem nun die Eisackwerk GmbH in ihrem Projekt Rechnung tragen würde.

Im Bild 1: die Referenten der Bürger-Informationsveranstaltung
v.l.n.r. Dott. Franco Mellaia (Anwalt), Dr. Anton von Walther (Anwalt), Dipl.-Ing. Johann Aichinger (BERNARD Ingenieure ZT GmbH), Dr. Biol. Paolo Turin (Biologe), Dr. Kurt Kusstatscher (Biologe), Dr. Christoph Fuchsbrugger (Geschäftsführer Eisackwerk GmbH) und Moderator Klaus Egger

im Bild 2: die Bürger-Informationsveranstaltung im Forum Brixen