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In diesen Tagen geht die Kartoffelernte in Südtirol zu Ende. Nach den Ernteeinbußen von bis zu 20% im vergangenen Jahr freuen sich die Südtiroler Kartoffelanbauer heuer über eine überdurchschnittliche Ernte. Dies betrifft sowohl die Qualität als auch die Quantität.Es konnten ca. 5,5 Mio. kg hochwertige Kartoffeln geerntet werden. „Heuer konnte mit der Ernte aufgrund des schönen Wetters etwas früher begonnen werden. Um die Kartoffel gut einlagern zu können, ist es wichtig, dass während der Ernte eine gute trockene Witterung vorherrscht. Dank der über das ganze Jahr gesehen guten Witterung für den Kartoffelanbau konnten wir eine sehr hohe Qualität erzielen. Der Konsument kann sich auf beste Speisekartoffeln freuen, die zudem lange haltbar bleiben“, sagt Hanspeter Felder, Direktor der Pustertaler Saatbaugenossenschaft. Das Pustertal und das Eisacktal sind die Hauptanbaugebiete der Kartoffel mit Südtiroler Qualitätszeichen. Im Durchschnitt werden auf den Südtiroler Äckern pro Hektar ca. 36 t Kartoffeln geerntet. Angebaut werden in Südtirol je nach Bodenbeschaffenheit etwa 25 verschiedene Sorten, 2 davon im biologischen Anbau. Neu im Sortiment sind einige blaue Kartoffelsorten, darunter die „Blaue St. Galler“. „Diese Sorte ist optisch und geschmacklich einmalig. Aufgrund ihrer Blaufärbung eignet sie sich bestens zur Herstellung von farbenfrohen Kartoffelgerichten“, beschreibt Hanspeter Felder die Vorzüge der neuen Sorte. Die Südtiroler Qualitätskartoffel muss auf einer Höhe von mindestens 600 Metern angebaut werden. Um das Qualitätszeichen Südtirol tragen zu dürfen, müssen die im Pflichtenheft vorgeschriebenen Qualitäts- und Kontrollbestimmungen strengsten eingehalten werden. Diese sehen z.B. genaue Vorgaben über Düngung und Pflanzenschutz vor.

Gesund, vielfältig und lange haltbar
Die Südtiroler Kartoffel ist reich an Vitamin C-Gehalt. Durch Garen in wenig Wasser oder durch Backen in Alufolie kann man den Vitamin- und Mineralstoffverlust gering halten. Die Schale der Kartoffel gilt als besonders wertvoll, da sie dem Körper zahlreiche Ballaststoffe liefert. Kartoffeln lagert man am besten im Dunkeln in Holzkisten bei Temperaturen zwischen 6 – 8 °C. So bleiben die Kartoffeln den ganzen Winter über haltbar. Kartoffeln mit dem Zeichen Qualität Südtirol gibt es in Papiertaschen à 2,5 kg und im Raschelsack von 5 bis 25 kg. Sie werden nach Kocheigenschaften mit farbigem Sackanhänger gekennzeichnet: gelb für mehligkochende, rot für vorwiegend festkochende und grün für festkochende Kartoffeln. Auf diese Weise kann der Verbraucher die für die jeweilige Zubereitungsart am besten geeignete Kartoffelsorte wählen: mehligkochende Kartoffeln für Nocken, Püree und Pommes frites, vorwiegend festkochende für Brat- und Röstkartoffeln oder Gemüsesuppen, Eintöpfe und im Ofen gebackene Kartoffeln und festkochende für Salate. Die Südtiroler Kartoffeln sind bei der Pustertaler Saatbaugenossenschaft in Bruneck, sowie in ausgewählten Supermärkten erhältlich.

Gutes Jahr für Rote Rüben
Die gute Witterung hat auch die Ernte der Roten Rübe sehr gut ausfallen lassen. Die Rote Rübe – umgangssprachlich auch Rohne genannt – ist heuer ebenfalls von sehr guter Qualität. Sie wird auf ca. 50 ha vor allem im Pustertal angebaut. Heuer werden etwa 3.300 t Rote Rüben geerntet. Die Rote Rübe darf das Südtiroler Qualitätszeichen tragen. Sie ist erntefrisch von August bis Oktober oder ganzjährig gekocht im Folienbeutel à 500 g im Handel erhältlich. Die Rote Rübe kann als Salat zubereitet werden und zeichnet sich durch ihren leicht süßlichen Geschmack aus. Rote Rüben sollten trocken bei Temperaturen von 4-8 °C gelagert werden.

Im Bild: Die Kartoffelernte im Pustertal