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Welchen Werdegang der Vinschger Apfel bis zum Verzehr hat, welche Mühe hinter dem Anbau steckt und, dass davon viele Menschen leben können, das wissen viele Einheimische und Gäste nicht. Die Obstgenossenschaft Texel in Naturns hat deshalb kürzlich einen Tag der offenen Tür veranstaltet, bei dem es Führungen durch die Obstgenossenschaft, Verkostungen typischer Apfelsorten kommentiert von zwei Südtiroler Apfelbotschaftern, ein buntes Kinderprogramm und ein Buffet mit heimischen Produkten von den Bäuerinnen von Naturns gab. Über 700 Interessierte ließen sich diese Veranstaltung nicht entgehen. Dazu gehörte auch Landesrat Arnold Schuler, der übrigens auch Landwirt ist und zu den Mitgliedern von Texel gehört. Auch mit dabei waren die Bürgermeister der 3 Gemeinden Partschins, Plaus und Naturns. „Ich bin vom regen Zuspruch von Seiten der Bevölkerung sehr begeistert. Die Interessierten erhielten einen Einblick in die unterschiedlichen Arbeitsabläufe der Genossenschaft und in die moderne nachhaltige Landwirtschaft. Unsere Konsumenten wollen zu recht immer mehr über die Herkunft, Erzeugung, Lagerung und Vermarktung der Äpfel wissen. So hatten die Besucher die Gelegenheit, die professionelle Arbeit in der Genossenschaft hautnah mitzuerleben,“ freut sich Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler über die Aktion. Die Besucher waren von der modernen Sortieranlage, wo die Äpfel in Wasserkanälen durch die optische Sortierung geschleust und nach Größe, Farbe und Qualität sortiert werden, ebenso beeindruckt, wie vom vollautomatischen Hochregallager. Dass die Qualität von heute auch morgen noch gegeben ist, das gewährleistet vor allem die optimale Lagerung in den Lagerzellen. Dank dieser modernen, natürlichen Lagertechnik bleiben das unverwechselbare Aroma und der volle Geschmack der Vinschger Äpfel g.g.A. (geschützte geografische Angabe) das ganze Jahr über erhalten.

Lohn und Brot für 140 Menschen und 350 Mitgliedsbetriebe
„Wir wollten mit der Veranstaltung aufzeigen, was in der Apfelwirtschaft geleistet wird, wie viele sichere Arbeitsplätze dadurch geschaffen werden und welchen Weg der Apfel nimmt,“ sagt Christoph Tappeiner, Geschäftsführer der Texel. Die Genossenschaft bietet für 140 Menschen einen attraktiven, sicheren Arbeitsplatz. 350 Mitglieder bzw. Eigentümer stehen hinter Texel. Die Bruttoanbaufläche beträgt 1.137 Hektar. Für sie alle sichert der Apfelanbau ein sicheres Einkommen. Kurzum - oberstes Ziel der Genossenschaft ist es, für die Mitgliedsbauern eine sichere Zukunft zu garantieren und zufriedene MitarbeiterInnen an einem sicheren Arbeitsplatz zu beschäftigen. Nicht zuletzt hat man sich aber auch einer großen Kundenzufriedenheit, der Schonung der Umwelt und einem offenen Dialog mit der Öffentlichkeit verschrieben. Natürliche Pflegemaßnahmen werden bevorzugt, um den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln möglichst gering zu halten. 94% der Produktionsmenge im Vinschgau werden nach den Richtlinien des integrierten Obstbaus angebaut. Der Rest ist biologische Produktion. Das Siegel g.g.A. steht für garantierte, kontrollierte Qualität und Herkunft aus Südtirol, für jeden Apfel ist somit die genaue Rückverfolgbarkeit gegeben.

Im Sinne eines hochqualitativen Apfels
Der Weg des Apfels beginnt schon lange vor der Blüte, die übrigens zurzeit im Vinschgau voll im Gange ist. Ausgesuchte, gesunde Pflanzen, die Wahl der richtigen Lage und ein gekonntes Betreuen der Jungpflanzen sind der erste Schritt zu einer guten Ernte. Die Genossenschaft legt großen Wert auf einen sorgfältigen Umgang vom Feld bis zum Konsumenten. Die Äpfel werden nach der Ernte im Herbst in kontrollierter Atmosphäre gelagert und später sortiert. Dies geschieht bei Texel vollautomatisch; 16 Fotos werden dabei von jedem Apfel gemacht. Texel hat eine Lagerkapazität von 66.000 t. Bei einer Temperatur von ca. 2°C und einem sehr niedrigen Sauerstoffgehalt werden die Äpfel bis zu 12 Monate gelagert, damit die Konsumenten das ganze Jahr über frische und wohlschmeckende Äpfel verzehren können. Bis zu 500 t Äpfel können pro Tag verladen werden. Nach der Verpackung auf einer der 12 zur Verfügung stehenden verschiedenen Verpackungslinien treten sie mittels Lkw die Reise Richtung Restitalien, Deutschland, Spanien, Nordafrika sowie 40 weiteren Ländern an.

Im Bild 1: Die Führung durch die Genossenschaft, links Landesrat Arnold Schuler, ganz rechts Christoph Tappeiner, der Geschäftsführer der Genossenschaft Texel

Im Bild 2: Sortieranlage, wo die Äpfel in Wasserkanälen durch die elektronische Sortierung geschleust werden

Informationen
Genossenschaft Texel
Christoph Tappeiner
Dammstrasse, 2
Naturns
Tel. +39 0473 671100
Fax. +39 0473 671162
E-Mail: texel [at] vip [dot] coop
http://www2.vip.coop/genossenschaften/texel/team.html