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Südtirol hat wiederum eine erfolgreiche Beerensaison zu verzeichnen. Zu den Südtiroler Beeren gehören Erdbeeren, Himbeeren, schwarze und rote Johannisbeeren. Dabei nimmt die Erdbeere mit 75% den Hauptteil der Beerenproduktion auf etwa 100 ha Anbaufläche ein. Insgesamt wurden in dieser Beerensaison an die 1.400 Tonnen Beeren geerntet. „Trotz extremer Hitze im Juli auch in höheren Lagen war die Ernte der Südtiroler Beeren gut. Die insgesamt recht kühlen und oft bewölkten Sommertage haben eine langsame Reifung verursacht und im August haben wir sehr gute Preise erwirtschaften können,“ freut sich Peter Gamper, Geschäftsführer der Vermarktungsgenossenschaft MEG im Martelltal. „Trotzdem müssen wir unsere Qualität weiter verbessern. Durchschnittliche Ware gibt es genug, deshalb müssen wir die Fruchtgröße und innere Qualität unserer Beeren weiter steigern. Wir streben Spezialitätenniveau an, was uns aufgrund der optimalen Anbauverhältnisse durchaus gelingen wird,“ ist Peter Gamper überzeugt.

Im In- und Ausland beliebt
Südtiroler Beeren werden vor allem nach Norditalien, Österreich und Deutschland exportiert. 90% des Beerenobstes werden über den Großhandel, der Rest über den Detailhandel vertrieben. Gut war vor allem auch die Nachfrage auf den Großmärkten in Norditalien, wo zu Beginn der Erntezeit die Handelskammer Bozen im Rahmen von Verkaufsförderungsmaßnahmen die frische Beerenernte vorstellte. Hauptabnehmer in Norditalien sind die Lombardei, das Veneto, die Toskana und das Latium. Südtiroler Beeren werden in Südtirol in den Vermarktungsbetrieben M.E.G. im Martell, Pragser Beeren in Prags sowie bei der EGMA in Vilpian vertrieben. Lieferanten der Südtiroler Beeren sind an die 100 landwirtschaftliche Betriebe im Nebenerwerb.

Süß und einzigartig im Geschmack
Südtiroler Beeren werden im Martell-, Ulten-, Puster- und Eisacktal sowie am Ritten im Freiland angebaut. Die Anbaugebiete für das Südtiroler Beerenobst liegen zwischen 800 und 1.700 m Meereshöhe. Südtirol ist somit das höchst gelegenste geschlossene Anbaugebiet in Europa. In diesen Höhenlagen reifen die Beeren bei niedrigeren Temperaturen langsamer heran und entwickeln so viel Geschmack und ein volleres Aroma. Wo früher Bergwiesen waren, wachsen heute Südtiroler Beeren in gesunden Böden mit einer guten Humusversorgung. Die Beeren werden handgepflückt und stets frisch geliefert. Das trockene Klima und die Sonnenwärme begünstigen die gesunde Reifung und die außerordentliche Qualität der Beeren.


Qualitätszeichen als Garant
Südtiroler Beeren sind mit dem Qualitätszeichen Südtirol versehen. Dieses garantiert eine hohe Qualität: Die Beeren müssen aus kontrollierter, integrierter Produktion stammen, frei von Pflanzenschutzmitteln sein und einer bestimmten Größe entsprechen. Außerdem müssen die Beeren einen vorgeschriebenen Zuckergehalt und andere bestimmte wertvolle Inhaltsstoffe aufweisen. Im Beerenanbau werden kontinuierlich Bodenproben, Rückstandsanalysen und Sanitätskontrollen durchgeführt.

Gesund & vielseitig
Südtiroler Beeren vereinen Frische, Süße und vollen Geschmack. Wird die Kühlungskette nicht unterbrochen sind die Erdbeeren bis zu einer Woche haltbar. Erdbeeren haben wertvolle Inhaltsstoffe, wenig Kalorien und sind leicht verdaulich. Sie sind von hohem diätetischen Wert und haben blutbildende und –reinigende Wirkung. Bereits eine Erdbeerportion von
150 g deckt den Tagesbedarf an Vitamin C. Erdbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren lassen sich vielseitig verwenden.

Im Bild:
Erdbeerernte im Martelltal