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Im Mai fand in Tramin der Erste Internationale Wettbewerb für Grappe und Brände „Acquaviti d’Oro 2006“ statt. Dieser wurde von der nationalen Vereinigung der Brände- und Grappaverkoster (ANAG) organisiert. Nun wurde den Siegern im Rahmen einer Feier im Schloss Maretsch die Urkunden und Medaillen überreicht. Die Jury der ANAG hat 7 Gold-, 21 Silber- und 42 Bronzemedaillen verliehen. Zahlreiche Medaillen gingen auch an Südtiroler Hersteller. So erhielt die Brennerei Roner einmal Gold, einmal Silber und einmal Bronze, die Brennerei Klotz Walter einmal Gold, die Brennerei Siegfried Stocker einmal Silber und zweimal Bronze, die Brennerei Alois Unterthurner einmal Silber und einmal Bronze, der Gasthof Florian einmal Silber sowie die Brennereien Günther Tappeiner und Alfons Walcher jeweils einmal Bronze. „Seit Jahren setzt sich die Südtiroler Grappavereinigung für die Steigerung der Qualität und die optimale Information der Konsumenten ein. Nicht zuletzt deshalb tragen viele unserer Grappas das Südtiroler Qualitätszeichen. Dieser Wettbewerb hat eine ähnliche Funktion: Er soll für die Hersteller ein Ansporn sein und Inputs zur Qualitätsverbesserung geben sowie Orientierungshilfe für den Konsumenten bei der Auswahl von Grappe und Bränden darstellen,“ ist Günther Roner, Chef des Organisationskomitees und Vorsitzender der ANAG-Südtirol überzeugt. Im Rahmen der Prämierung wurde eine Broschüre mit den Siegern vorgestellt, die als Führer durch die Vielfalt hochqualitativer Destillate dient.

Internationale Hersteller kämpfen um Platzierung
58 Brennereien aus Italien, Österreich, Deutschland und der Schweiz mit insgesamt 208 Grappe und Bränden haben am Wettbewerb teilgenommen. 84 Fachverkoster aus ganz Italien testeten und bewerteten anonym und unter der Aufsicht der OIV, der internationalen Organisation für Rebe und Wein, die eingereichten Produkte. Aufgrund des Reglements von OIV, welche den Bestimmungen der EU entspricht, erhielten nur 30% der Teilnehmer eine Auszeichnung. Die strenge Auswahl ist einmal mehr ein Signal für die einzelnen Sieger, dass sie Produkte mit herausragender Qualität auf den Markt bringen. Träger der Veranstaltung ist die ANAG, welche den Wettbewerb gemeinsam mit dem Istituto Nazionale Grappa veranstaltete. Mitgetragen wurde der Wettbewerb unter anderem von der Südtiroler Grappavereinigung, welche in der Handelskammer Bozen angesiedelt und von der Südtiroler Landesregierung unterstützt wird. Einen nächsten Wettbewerb wird es im April 2007 geben.

Aufwertung & Motivation
Die Vereinigung ANAG besteht seit 1978 und hat sich der Förderung von Initiativen zur Aufwertung von hochwertigen Destillaten und deren traditionsreichen Herstellungsverfahren verschrieben. Die Vereinigung organisiert Verkostungen, Betriebsbesichtigungen, Weiterbildungs-veranstaltungen und Kurse für angehende Grappe- und Brändeverkoster. ANAG hat 800 Mitglieder. Bis dato wurden 2.000 Verkoster ausgebildet.

Weltweit einzigartiges Destillat
Grappa ist ein ausschließlich italienisches Destillat, das durch direkte Destillation einheimischer Trester gewonnen wird. In Südtirol wird seit 1990 Grappa mit dem Südtiroler Qualitätszeichen hergestellt. Dieses Siegel bedeutet, dass die Grappa aus ausgesuchten Südtiroler Trestern stammt, frei von Zusätzen und Veredelungsstoffen ist und die Herstellung streng kontrolliert wird. „Bei Wettbewerben werden bekanntlich Höchstleistungen an den Tag gelegt. Aus diesem Grund finde ich das Kräftemessen zwischen den Grappaproduzenten eine gute Idee. Es wird sich zeigen, dass der Wettbewerb einen zusätzlichen Anreiz schafft, um weiterhin auf Qualität in der Produktion zu setzen,“ ist Werner Frick, Landesrat für Wirtschaft und Finanzen, überzeugt.