Die Therme Meran ist eine großflächige Anlage und beherbergt täglich Hunderte von Besuchern. Sicherheit für Gäste und MitarbeiterInnen sind deshalb außerordentlich wichtig. Aus diesem Grund wurde heute eine große Notfallübung durchgeführt. Bei der Übung waren das Weiße und Rote Kreuz, der Notarzt und die Freiwilligen Feuerwehren von Meran, Untermais, Gratsch, Obermais, Freiberg und Labers sowie die Stadtpolizei und die Carabinieri von Meran im Einsatz. Simuliert wurde ein Brand im Technikbereich im 2. Untergeschoss des Thermengebäudes mit zwei verletzten Mitarbeitern. Im oberen Stockwerk im Spa & Vital Center gab es außerdem eine starke Rauchentwicklung. Parallel zum Lösch- und Rettungseinsatz durch die Rettungskräfte führte die Verwaltung der Therme Meran eine interne Evakuierungsübung durch. „Die Therme Meran befindet sich inmitten der Stadt, deshalb ist uns die optimale Sicherheit der stark frequentierten Anlage sehr wichtig. Und natürlich liegt uns nicht zuletzt die Sicherheit der Thermengäste und –mitarbeiterInnen sehr am Herzen. Es freut uns, dass Dank der guten Zusammenarbeit der Rettungskräfte eine derartige Großübung durchgeführt werden konnte,“ so Günther Januth, Bürgermeister der Stadt Meran. Er ist als Bürgermeister für den Zivilschutz der Meraner Bevölkerung zuständig und steht den Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Meran vor.
Sicherheit durch Information & Übung
Ziel der Erprobung des Ernstfalles war es, dass die Rettungskräfte die Thermenlandschaft kennen lernen und die Koordinierung von Einsätzen üben. Insgesamt nahmen an die 70 MitarbeiterInnen der Therme Meran, 55 Feuerwehrleute und Vertreter des Bezirksfeuerwehrverbandes sowie 12 Mitarbeiter des Rettungsdienstes an der Großübung teil. „Wir haben zwar schon des Öfteren kleinere Übungen in der Therme Meran durchgeführt, doch ist es wichtig auch eine Großübung mit mehreren verschiedenen Organisationen abzuwickeln. So können wir im Ernstfall gezielt eingreifen. Denn man bedenke, dass es sich um die einzige Therme in Südtirol handelt und, dass Personen- oder Sachschäden in der Therme oder sogar eine Schließung derselben nicht nur unmittelbare wirtschaftliche Auswirkungen haben, sondern auch langfristig Schäden für den Tourismus und das Image der Stadt bedeuten können. Mit der Übung sollen Schäden jeder Hinsicht vorgebeugt werden,“ war Karl Freund, Abschnittsinspektor und Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Meran sowie Einsatzleiter der Notfallübung, von der Wichtigkeit der Übung überzeugt. Im Sommer 2007 soll es eine nächste Notfallübung im Badebereich geben.
Zusammenarbeit üben um Vorzubeugen
Schon Tage vor der Notfallübung haben die Funktionäre der Rettungsorganisationen eine Begehung der Therme Meran durchgeführt. Denn durch eine gute Kenntnis des Objekts ist sowohl eine effiziente Planung des Einsatzes als auch ein gezieltes Eingreifen im Ernstfall möglich. Bei der Notfallübung waren 16 Fahrzeuge der FF, 6 Rettungswagen und 2 Zelte im Einsatz. Das Aufgebot an Rettungskräften hat nach dem Einsatzzeichen sofort die Personenrettung vorgenommen und parallel dazu mit den Löscharbeiten begonnen. Das Weiße und Rote Kreuz hat die Verletzten versorgt. Die Sammelstelle für die Evakuierten sowie die Einsatzleitung wurden an der Busstation Therme Meran in der Piavestraße positioniert. Nach Abschluss der Notfallübung, die etwa eine Stunde dauerte, gab es eine Nachbesprechung.
Vielseitige Sicherheitsvorkehrungen in der Therme Meran
Die Therme Meran verfügt über einen einheitlichen Notfallplan. Der Notfallplan enthält 20 Szenarien für die gängigsten Notfälle. Für jeden Notfall gibt es eine Checkliste mit den wichtigsten Verhaltensregeln, Telefonnummern und Regeln für die zu treffenden Maßnahmen und Kompetenzzuteilungen. 10 brandschutzbeauftragte Mitarbeiter sowie die Zuständigen für die Notfallleitung werden kontinuierlich geschult. Zwei Mal im Jahr führt das Thermenteam eine interne Notfallübung durch. Viele weitere Maßnahmen sorgen für die Sicherheit in der Therme Meran. So beispielsweise die Ausstattung der Räumlichkeiten mit Brandmeldern, welche bei Rauch- oder Feuerentwicklung sofort ein automatisches Signal an die Feuerwehr Meran senden.