Ostern ist nicht mehr weit und viele Paten machen sich Gedanken über das Geschenk für ihre Patenkinder. Freilich darf jedoch etwas Süßes dabei nicht fehlen: Die traditionelle Henne für Mädchen oder einen Hasen für die Buben. Das Schenken eines süßen Gebildebrotes an Kinder unter 14 Jahren geht auf einen traditionellen Südtiroler Brauch zurück. Das Gebildebrot, auch Osterbrot genannt, gibt es in unzähligen Formen, die Hauptformen sind Henne, Hase, Fochaz und Kranz – allesamt süß und trotzdem gesund. Doch auch so manche Hausfrau macht sich Gedanken zum Ostermahl. Auch da darf das würzige Osterbrot mit Osterschinken und Kren nicht fehlen. Nicht zuletzt ist auch der Osterkranz ein nettes Geschenk in der Osterzeit. Der süße Kranz - ein gezopfter gebackener Hefeteig - kann mit Gras und Ostereiern gefüllt werden und erfreut mit Sicherheit jeden Beschenkten.
Jede Henne ein Unikat
„Seit Generationen hütet jede Südtiroler Bäcker- und Konditorenfamilie das Geheimnis ihrer individuellen Rezepte, deshalb kann das Gebildebrot unterschiedliche Geschmacksnuancen aufweisen. Und auch die einzelnen Formen sind nicht überall identisch, denn diese werden mit Hand angefertigt. Somit ist jede Henne oder jeder Hase ein Unikat,“ weiß Konditor Martin Pupp. Auch für den Konditor aus Brixen beginnt am Karfreitag die doch recht aufwändige Herstellung des traditionellen Osterbrotes. Denn da Osterbrot am besten frisch verzehrt wird, konzentriert sich die Herstellung bei den Bäckern und Konditoren auf die Tage vor Ostern.
Süß oder würzig, aber garantierte Qualität
Osterbrot wird somit süß oder würzig hergestellt. Die süßen Sorten werden aus Frischmilch, Weizenmehl, frischen Eiern, Zucker, Hefe, Salz und mindestens 10% Butter hergestellt. Sie bilden das süße Extra am Frühstückstisch oder sind die gesunde Backware zum Kaffeetrinken. Die würzigen Sorten werden mit Gewürzen wie Anis oder Kümmel verfeinert, sie haben meist eine runde Form. Das Qualitätszeichen garantiert, dass keine Konservierungsmittel und Aromastoffe beim Backen verwendet wurden. Es versichert die ausschließliche Verwendung von Zutaten höchster Güte und die Herkunft aus Südtirol. Nur Bäcker, die diese Vorgaben beachten und sich bei der Herstellung an strengste Hygienebestimmungen halten, dürfen ihr Osterbrot mit dem Südtiroler Qualitätszeichen etikettieren. Die Einhaltung dieser Regelungen wird von einer neutralen, akkreditierten Kontrollstelle überprüft.
Im Bild: Südtiroler Osterbrot