In Südtirol gibt es an die 130 Bäcker und Konditoren; 69 davon stellen Brot und Backwaren mit den Südtiroler Qualitätszeichen her. Letztere trafen sich kürzlich zur Vollversammlung. Dieses Treffen der Hersteller von Brot- und Backwaren mit dem Südtiroler Qualitätszeichen hatte das Ziel der Aufklärung und Information. Auch wurden die Verträge für die Nutzung des Qualitätszeichens unterzeichnet. Die Hersteller, welche berechtigt sind ihre Produkte mit dem Südtiroler Qualitätszeichen zu versehen, verpflichten sich zur Einhaltung eines Pflichtenhefts. Dies sieht strenge Auflagen zu Qualität, Herkunft und Erzeugung sowie Bestimmungen über Verfahren und Zeichenverwendung vor. Das Pflichtenheft wurde von einer Fachkommission zusammen mit den Herstellern ausgearbeitet. Eine unabhängige Kontrollstelle sorgt für die Einhaltung der Regelungen. Die Kontrollen werden in den nächsten Tagen anlaufen. Über den Verfahrensablauf und die Anwendung des Qualitätszeichens gab es von Paul Zandanel, dem Leiter der Abteilung Marketing der EOS der Handelskammer Bozen, eine kurze Schulung.
Als Schutz für Konsument & Hersteller
„Die konsequente Nutzung des Qualitätszeichens ist für den Konsumenten und für den Hersteller von Vorteil“, sagte Landesrat Werner Frick bei der Vollversammlung. Auch sprach er seinen Dank an die Bäcker und Konditoren aus: „Der Produktsektor Brot inklusive Apfelstrudel und Zelten sei ein wichtiger Teil der Qualitätszeichen-Familie geworden“, so Frick. Im Rahmen der Veranstaltung erklärte Landesrat Frick die Konsequenzen des staatlichen Liberalisierungsgesetzes im Bäckergewerbe. Ebenso sprach er vom Gesetzesvorhaben des Landes, die Berufsqualifikation für Bäcker und Konditoren zur Ausübung einer unternehmerischen Tätigkeit vorzuschreiben. Auch der Präsident der EOS der Handelskammer Bozen Benedikt Gramm zeigte sich erfreut über den großen Zuspruch für die Qualitätsstrategie. „Die Bäcker und Konditoren haben eine sehr wichtige Rolle in der Nahrungsmittelherstellung Südtirols inne. Sie bewahren traditionelles Handwerk überaus erfolgreich und sorgen für eine bemerkenswert große Vielfalt an Brot; dies gilt es zu schützen und zu bewahren“, so der EOS-Präsident.
Wo gibt es Brot mit dem Südtiroler Qualitätszeichen?
Bei der Vollversammlung wurden den Bäckern und Konditoren auch die Werbemittel mit dem Südtiroler Qualitätszeichen ausgehändigt. Eine kleine Broschüre über Brotarten und Rezepte, Plakate und Schaufensterbeschriftung werden in Zukunft auf die Bäckereien und Lebensmittelgeschäfte hinweisen, welche das Brot mit dem Qualitätszeichen verkaufen. Dazu gehören das Schüttelbrot, Vinschger Paarl, Pusterer Breatl, Roggenbrot, Zelten, Früchtebrot, Gebildebrot wie Zopf, Kranz, Fochatz, Hase, Henne, Ross und Dauer- bzw. Fastenbrezen sowie der Apfelstrudel.
Im Bild: Die Teilnehmer der Vollversammlung
vorne v.l.n.r.: Paul Zandanel (Leiter der Abteilung Marketing der EOS der Handelskammer Bozen), Richard Schwienbacher, Benedikt Gramm (Präsident der EOS der Handelskammer Bozen), Paul Bacher
hinten: Helmuth Profanter, Horst Tschaikner, Hannes Schwienbacher, Benjamin Profanter, Peter Schuster, Anna Fäckl, Hans Schmidt, Fabrizio Tabiadon, Pietro Perez, Ivo Mulser, Verena Huber, Gerd Locher, Landesrat Werner Frick, Horst Egger und Peter Paul Pertoll.