Jetzt kommen endlich Erdbeeren aus Südtiroler Ernte auf den Markt. Die Erdbeerernte in Südtirol beginnt. Besonders in Martell, dem größten Erdbeeranbaugebiet unseres Landes, steht jetzt alles im Zeichen der kleinen süßen Frucht. „Die heurige Erdbeersaison beginnt heuer etwas früher und verspricht sehr gut zu werden. Aufgrund des milden Winters sind die Pflanzenbestände in einem sehr guten Zustand. Sie haben sehr viel geblüht, deshalb wird es beste qualitativ hochwertige Früchte in großer Menge geben“, weiß Peter Gamper, Geschäftsführer der Vermarktungsgenossenschaft MEG im Martelltal. Die Ernte der so genannten Sommererdbeere beginnt Anfang Juni und endet Mitte September. Immertragende Erdbeeren gibt es dann frisch ab Ende August bis Anfang November. Beeren mit dem Südtiroler Qualitätszeichen werden in den Vermarktungsbetrieben M.E.G. in Martell, Pragser Beeren in Prags sowie bei der EGMA in Vilpian und in vielen Einzelhandelsgeschäften im ganzen Land vertrieben. Dabei genügt es Ausschau nach dem Südtiroler Qualitätszeichen zu halten.
Lieferanten der Südtiroler Beeren sind an die 100 landwirtschaftliche Betriebe im Nebenerwerb. So bezieht beispielsweise die EGMA in Vilpian die Erdbeeren aus Jenesien, dem Eisack-, Ulten- und Pustertal sowie aus dem Vinschgau. „Unsere Erdbeeren werden am Morgen geerntet, mittags in Vilpian angeliefert, wo sie einer Qualitätskontrolle unterzogen werden, und werden dann am Nachmittag an die Abnehmer in Südtirol und in Nord- und Mittelitalien verteilt. Somit erreichen die Erdbeeren garantiert frisch gepflückt den Konsumenten,“ weiß Markus Tscholl, Geschäftsführer der Obstversteigerung EGMA.
In Martell kann man ab Ende Juni Erdbeeren auch selbst pflücken. Das naturbelassene Martelltal ist damit schon für so manche SüdtirolerInnen zu einem beliebten Ausflugsziel geworden. Den Auftakt für die Hauptsaison der Erdbeere, auch „Königin der Beerenfrüchte“ genannt, gibt das Südtiroler Erdbeerfest, das am 23. und 24. Juni in Martell stattfindet.
Garantierte Qualität
Südtiroler Beeren sind mit dem Qualitätszeichen Südtirol versehen. Dazu gehören Erdbeeren und Himbeeren, wobei die Erdbeeren etwa 90% der gesamten Erntemenge ausmachen. Das Qualitätszeichen garantiert eine hohe Qualität: Die Beeren müssen aus kontrollierter, integrierter Produktion stammen und von einer ausgezeichneten Qualität sein. Außerdem müssen die Beeren einen vorgeschriebenen Zuckergehalt und andere bestimmte wertvolle Inhaltsstoffe aufweisen. Im Beerenanbau werden kontinuierlich Bodenproben, Rückstandsanalysen und Sanitätskontrollen durchgeführt. Damit die Qualität der Erdbeere weiter optimiert wird, hat die Versuchsanstalt Laimburg in Martell ein Sortenversuchsfeld eingerichtet. Dort werden Sorten getestet, um kontinuierlich hochwertige Sorten zu erhalten, die für das Südtiroler Anbaugebiet geeignet sind.
Besonders süß und aromatisch
Die Anbaugebiete für das Südtiroler Beerenobst liegen zwischen 600 und 1.700 m Meereshöhe. Südtirol ist somit das höchst liegende geschlossene Anbaugebiet in Europa. In diesen Höhenlagen reifen die Beeren bei niedrigeren Temperaturen langsamer heran und entwickeln so viel Geschmack und ein volleres Aroma. Südtiroler Beeren entstammen von gesunden Böden mit einer guten Humusversorgung. Das trockene Klima und die Sonnenwärme begünstigen die gesunde Reifung und die außerordentliche Qualität. Die Beeren werden handgepflückt und stets frisch geliefert.
Gesund & vielseitig
Frische Erdbeeren sind nicht nur süß und saftig, sondern auch gesund. In den kleinen Früchten steckt mehr Vitamin C als in Zitronen oder Orangen. Daneben enthalten sie Provitamin A, alle B-Vitamine und einiges an Mineralstoffen. Erdbeeren sind gut für die Nieren und wirken blutdrucksenkend. Außerdem haben Erdbeeren wenige Kalorien und sind leicht verdaulich. Bereits eine Erdbeerportion von 150 g deckt den Tagesbedarf an Vitamin C. Erdbeeren und Himbeeren lassen sich vielseitig verwenden.
Im Bild: Die Erdbeerernte