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In Südtirol hat Gemüseernte begonnen

Die Erntezeit von Gemüse mit dem Südtiroler Qualitätszeichen hat begonnen. Vor allem im oberen Vinschgau, dem größten Anbaugebiet von Sommerblumenkohl in Italien, kann zurzeit emsiges Treiben auf den Feldern beobachtet werden. Nun bekommen Köche, die Wert auf Qualität legen, schmackhaftes und knackiges Südtiroler Gemüse jeden Tag erntefrisch auf den Küchentisch. „Heuer haben wir mit der Ernte des Blumenkohls schon 2 Wochen früher begonnen. Die Gemüseernte verspricht wieder sehr gut zu werden. Mengenmäßig werden wir die Zahlen vom vorigen Jahr erreichen. In Laas und Umgebung werden allein 6.000 t Gemüse pro Jahr geerntet. Der Sommerblumenkohl wird vor allem nach Italien verkauft, ist aber natürlich auch in Südtirol in Geschäften wie Despar, Metro u.a. erhältlich“, weiß Reinhard Ladurner, Geschäftsführer der Obst- und Gemüsegenossenschaften ALPE und OVEG. „Der Blumenkohl mit dem Südtiroler Qualitätszeichen ist besonders wegen seines Geschmacks, seiner Frische, Festigkeit, der hellen weißen Farbe und dem angenehmen, nicht zu intensiven Duft sehr beliebt. In unseren luftigen Höhenlagen bieten sich ideale Anbaubedingungen und die warmen sonnigen Tage und die kühlen Nächte lassen das Gemüse langsamer reifen. Dadurch entwickelt es mehr Geschmack,“ so Ladurner. In Kürze wird auch mit der Ernte des Eisbergsalats begonnen, gefolgt vom Radicchio. Beides sind auch Gemüsesorten mit dem Südtiroler Qualitätszeichen.

Frisch auf den Tisch
Geerntet wird der Blumenkohl ab 5 Uhr morgens. Bis Mittag trifft die Ware in der Genossenschaft ein. Nach einer Qualitätskontrolle wird das Gemüse oft noch am selben Tag an die verschiedenen Großhändler in ganz Italien geliefert. Aufgrund der effizienten Logistik ist die Ware max. 1,5 Tage nach der Ernte in den Regalen; also absolut frisch. Gepflanzt wurden die Pflanzen für den Sommerblumenkohl, der zurzeit geerntet wird, schon Ende März unter Fliesabdeckung. Die Pflanzungen sind zeitlich verschoben, sodass Blumenkohl durchgehend bis Mitte September geerntet werden kann. Das bedeutet, dass ein Feld bis zu 2 Mal bepflanzt und abgeerntet werden kann. Für konstant optimales Pflanzenmaterial, welches für diese Höhenlagen geeignet ist, sorgt ein Versuchsfeld der Laimburg in Eyrs. Dort erhalten die Anbauer auch Beratung jeder Art.

Gemüsevielfalt mit garantierter Qualität
Folgende Gemüsesorten dürfen in Südtirol das Südtiroler Qualitätszeichen tragen: Blumenkohl, Radicchio, Rote Rüben, Eisbergsalat, Kartoffeln und Kohl sowie Sauerkraut. Südtiroler Gemüse ist Freilandgemüse und kommt deshalb in den Genuss des besonderen Klimas und der fruchtbaren Böden Südtirols. Regelmäßige Kontrollen gewährleisten, dass der Anbau gemäß den strengen Richtlinien erfolgt, die für Produkte mit dem Südtiroler Qualitätszeichen vorgesehen sind. Dazu gehören Rückstandsanalysen und Stichproben am Feld sowie am Endprodukt. Das Qualitätszeichen Südtirol garantiert die Herkunft der Produkte von Südtiroler Höfen und deren besondere Qualität. Nur Gemüse und Salate erster Wahl, die umweltschonend und verbraucherfreundlich angebaut und erntefrisch geliefert werden, erhalten dieses Qualitätszeichen. Alle Gemüse sind Freilandgemüse und daher voller guter Eigenschaften: frisch, knackig, schmackhaft, vitaminreich, gut haltbar und mit hervorragenden Kocheigenschaften.

Wichtiges Standbein für Nebenerwerb
Die hohe Qualität von Südtiroler Gemüse ist den fleißigen Südtiroler Gemüseanbauern zu verdanken. Ca. 400 Betriebe in Südtirol produzieren jährlich etwa 17.000 t Gemüse. Sie alle sind Familienbetriebe, die ihre Salate und Gemüse vom Anbau bis zur Ernte mit größter Sorgfalt pflegen. Die Südtiroler Gemüseanbaugebiete liegen auf einer Höhe von 650 bis 1.650 m im Vinschgau, Passeiertal, Martelltal, auf dem Ritten, im Eisacktal, im Pustertal und am Deutschnonsberg. Der Gemüseanbau bedeutet für viele Bauern – neben dem Obstbau oder der Viehwirtschaft - ein zweites finanzielles Standbein, da er mit relativ niedrigen Investitionen verbunden ist. Leistungsstarke Genossenschaften und private Vermarkter sorgen dafür, dass das Gemüse aus Südtirol stets erntefrisch auf den Markt kommt.


Im Bild: Die Ernte von Blumenkohl