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Die Therme Meran AG ist als Gesellschaft gegründet worden, um das Projekt Therme umzusetzen. Ziel war und ist es, die Bädereinrichtung Merans grundlegend zu erneuern, um damit den Tourismus in Meran und seiner Umgebung langfristig anzukurbeln und um eine Attraktion für Einheimische und Gäste zu schaffen.
Der Therme Meran AG gehören die Therme, die öffentliche Tiefgarage mit 5 Untergeschossen, der Thermenpark und das Steigenberger Hotel Therme Meran an. Die Therme selbst umfasst neben dem Bereich Pools & Saunas ein Spa & Vital Center, ein Fitness Center, ein Bistro, ein Cafè und den Thermenpark. Alle Bereiche und die Tiefgarage werden von der Therme Meran AG selbst geführt. Das Steigenberger Hotel Therme Meran wird dagegen von einer professionellen deutschen Hotelgruppe geführt.
Insgesamt ist die Therme Meran ein umfassendes Dienstleistungsunternehmen, das allein im Thermenbereich rund 90 Mitarbeiter beschäftigt. Ein wichtiger Indikator für den langfristigen Unternehmenserfolg, auch auf wirtschaftlicher Ebene, ist die Entwicklung der Besucherzahl. Diese liegt mit 315.779 Besuchern im ersten Jahr, was 865 Besuchern pro Tag entspricht, weit über den Erwartungen. Die Besucherzahl wirkt sich sowohl auf die Therme als auf die gesamte Wirtschaft des Burggrafenamtes positiv aus. Zudem ermöglicht die Therme der Stadt eine Entwicklung in Richtung einer touristischen Ganzjahresdestination. „Ein Projekt mit hohem Zukunftspotential für Meran und seine Umgebung“, so der Präsident Andreas Cappello.

Gleichzeitig war von Anfang an klar, dass langfristiges wirtschaftliches Wachstum in der Anfangsphase hohe Investitionen erfordert, die sich nur schrittweise amortisieren. Umsatzmaximierung und Kostenreduzierung waren und sind Grundprinzipien der Thermenführung und daran wird sich auch zukünftig nichts verändern. Ein weiterer Schwerpunkt ist die gesamte Marketing- und Kommunikationstätigkeit, die in enger Abstimmung mit der Südtirol Marketing Gesellschaft und der Marketinggesellschaft Meran erfolgt.
„Es ist wichtig die hohen Anfangsinvestitionen in Relation zum Besuchererfolg zu setzten, den die Therme von Anfang an verzeichnen durfte. Vor diesem Hintergrund waren die Investitionen volkswirtschaftlich richtig und vor allem kann auch auf Ebene der Bilanzentwicklung eine positive Prognose gestellt werden. Kein neues Produkt lässt sich über Nacht erfolgreich in den Markt einführen“, fasst der Präsident Andreas Cappello die wirtschaftliche Ausgangslage der Therme Meran zusammen.

Die Bilanz 2006 der Therme Meran AG weist einen Verlust von 9,3 Mio. Euro auf. Vor allem Abschreibungen von 3,8 Mio. Euro und Zinsen für die Fremdfinanzierung in Höhe von 2,7 Mio. Euro, einmalige Vorlaufkosten für das Marketing im In- und Ausland, die Ausbildung der MitarbeiterInnen sowie Aufwände für die Einrichtung von Sicherheitsvorkehrungen belasten die Bilanz in diesem ersten Betriebsjahr. Die Therme Meran ist ein Dienstleistungsbetrieb mit vielfältigem Angebot bei dem vor allem auf Qualität, Sicherheit und Hygiene gesetzt wird. Und dies an 365 Tagen im Jahr. Auch ist zu bemerken, dass die Therme Meran durch das zusätzliche Gesundheits- und Ärzteangebot nicht mit anderen Bädern Südtirols vergleichbar ist. So ist beispielsweise die Einrichtung einer Sanitätsdirektion gesetzlich vorgeschrieben.

Steigenberger als kompetenter Partner
Die Steigenberger Hotel-Gruppe ist mit 78 Hotels in vielen Ländern der Welt vertreten. Der Name Steigenberger steht seit vielen Jahrzehnten für europäische Spitzenhotellerie. Das Hotel in Meran ist durch die Übernahme von Steigenberger in das gesamte Marketingsystem des Konzerns und somit in internationale Reservierungssysteme eingebunden. Die Entscheidung, die Hotelgruppe Steigenberger mit der Führung des Hotels zu betrauen, ist somit mehr als fundiert. Zum Verlust der Bilanz 2006 des Hotels ist anzumerken, dass das Hotel erst am 18. März 2006 eröffnet wurde und wie alle neuen Betriebe Vorlaufkosten und Kosten für die Einführung hatte. Das 4-Sterne-Hotel bringt eine neue Gästeschicht nach Meran, welche sonst nicht nach Meran kommen würde, deshalb stellt es keine Konkurrenz für andere Südtiroler Betriebe dar. Durch das Hotel kommen außerdem neue Kongresse bzw. Tagungsgäste nach Meran, die anderenfalls nicht nach Meran kommen würden. So waren beispielsweise im Vorjahr Weltkonzerne wie Audi, Siemens, Lamborghini, Honda oder Danone mit Kongressen in Meran zu Gast. Was die Hotelpreise betrifft, waren diese, trotz kurzfristiger Einführungsangebote, gleich bis höher als jene von vergleichbaren Betrieben. Ein Verlust im ersten Teilbetriebsjahr ist deshalb nichts Außergewöhnliches, sondern der Regelfall. Das Steigenberger Hotel Therme Meran konnte schon im ersten Dreivierteljahr eine gute Auslastung verzeichnen und internationale Gäste begrüßen (2006: 47.365 Übernachtungen). Es hat somit schon im ersten Jahr wesentlich dazu beigetragen, dass die Nächtigungen in Meran um 58.037 gestiegen sind.