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Würdige Pflege für Menschen jeden Alters

Kürzlich fand in Bozen eine Informationsveranstaltung zur neuen Pflegesicherung statt. Soziallandesrat Richard Theiner, Karl Tragust, Direktor der Abteilung Sozialwesen und Maria Kusstatscher, die Landesobfrau des KVW, informierten dabei über das neue Gesetz und dessen Umsetzung. Den Informationsabend nutzten viele Bürger, um sich über die Auswirkungen des Gesetzes in ihrem Fall zu informieren. Im Mittelpunkt der Fragen standen die Abwicklung der neuen Einstufung und die Modalitäten der Auszahlung des Pflegegeldes. „Die Sicherung einer würdigen Pflege für Menschen jeden Alters ist eine große gesellschaftliche Herausforderung. Ziel der Pflegesicherung ist es, die Familien organisatorisch und finanziell so zu unterstützen, dass sie die große und wichtige Aufgabe der Pflege bewältigen können“, unterstreicht Soziallandesrat Theiner die Wichtigkeit des neuen Landesgesetzes.

Einstufungsteams sind aktiv
Zurzeit sind so genannte Einstufungsteams bestehend aus einer/m KrankenpflegerIn und einer Sozialfachkraft im ganzen Land unterwegs, um die Neueinstufungen vorzunehmen. Diese Teams erheben den Pflegebedarf pflegebedürftiger Personen, die zu Hause gepflegt werden und Hauspflege- und/oder Begleitgeld beziehen. Die Einstufung ist ausschlaggebend für die Höhe des Pflegegeldes. Je nach Stufe bewegen sich die monatlichen Auszahlungsbeträge von 510 € bei 2 Stunden täglichem Pflegebedarf bis zu 1.800 € bei schwerster Pflegebedürftigkeit. Bis Juni soll die Neueinstufung abgeschlossen sein. Die Betroffenen werden von den jeweiligen Einstufungsteams kontaktiert, um einen Termin für einen Hausbesuch zu vereinbaren. Während des Hausbesuchs erfolgt dann das Einstufungsgespräch, dessen Ergebnis schriftlich mitgeteilt wird. Ab 1. Juli wird das Pflegegeld für die Hauspflege direkt an die Pflegebedürftigen oder ihre Bevollmächtigten ausbezahlt.

Pflegetelefon & Sprechstunden
Der Infoabend in Bozen bot viel Raum für Diskussion. Das Gesetz sei von großer gesellschaftlicher Bedeutung, dem entsprechend brauche es Zeit und vor allem den Einsatz aller Beteiligten bei der Umsetzung. Eine breit gefächerte Information sei nicht nur für Betroffene wichtig, war man sich bei der Veranstaltung einig. Für Fragen zu Pflege und Pflegesicherung steht nun seit 11. Februar das Pflegetelefon unter 848 800277 zur Verfügung. Auch bieten die Einstufungsteams in der Vittorio-Veneto-Straße Nr. 5 in Bozen Sprechstunden an. In Bozen gibt es folgende Einstufungsteams: Peter Platter und Carmen Tornatore, Noelia Oliveira Pereira und Pietro Battan, Maria Luisa Turri und Robert Max Dorigatti, Michela Sanna und Olga Moling sowie Miriam Lazzarini und Brigitte Rigott.

im Bild 1:
die gut besuchte Informationsveranstaltung in Bozen

im Bild 2:
Die Referenten LR Richard Theiner (zweiter von links), Maria Kusstatscher (Landesobfrau des KVW, dritte von links), Karl Tragust (Direktor der Abteilung Sozialwesen, vierter von links), Konrad Peer (Bezirksvorsitzender KVW Bozen, fünfter von links) mit einigen Einstufungsteams von Bozen