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Vinschger Marillenernte hat begonnen

Es ist wieder soweit: Wieder steht im Vinschgau alles im Zeichen der Marille. Der kühle Frühling und das unbeständige Wetter im Juni hat der Marille nichts anhaben können.Heuer wird es eine gute Marillenernte geben. „Wir rechnen heuer mit einer Ernte zwischen 250 und 300 t. Die Ernte beginnt heuer aufgrund des Wetters um ca. 2 Wochen später, also in diesen Tagen, und dauert voraussichtlich bis Ende August,“ weiß Gerhard Eberhöfer. Er ist bei der VI.P, dem Verband der Vinschgauer Produzenten für Obst und Gemüse, für den Verkauf der Marillen zuständig.Auch der starke Regen vor allem im April, hat der Marille nichts ausgemacht. Qualitativ sind keine Mängel zu verzeichnen. Heuer dürfte – im Gegensatz zum letzten Jahr – die Nachfrage der Konsumenten größtenteils befriedigt werden. Im letzten Jahr gab es große Ernteausfälle – es konnten nur 100 t Marillen geerntet werden. Trotz der guten Ernte, aber aufgrund der großen Nachfrage, wird empfohlen, die gewünschte Menge an Marillen schon vorzeitig bei der Marillen Hotline (Tel. 0473 723324) zu reservieren.Erhältlich sind die „Marillen aus dem Vinschgau“ in der Verarbeitungsstätte der VI.P (Industriezone Nr. 9) in Latsch, den Genossenschaften JUVAL in Kastelbell, der MEG in Martell, der GEOS in Schlanders, der OVEG in Eyrs und in ausgewählten Geschäften (Bsp. Vinschger Bauernladen in Staben-Naturns).

Marille ist regionale Spezialität

Der Marillenanbau hat im Vinschgau seit über 100 Jahren Tradition. Das Anbaugebiet liegt auf einer Höhe zwischen 550 und 1.250 m.ü.d.M. Heute bauen 120 Bauern Marillen im Nebenerwerb an. Die Zahl der Marillenanbauer bleibt seit Jahren relativ konstant und das wird sich voraussichtlich auch in den nächsten Jahren nicht ändern. Der Erzeugerorganisation VI.P sowie dem Verein der Vinschgauer Marillenbauern ist es wichtig, dass Fläche und Produktionsmenge zumindest gehalten werden, denn die Marille ist eine regionale Spezialität und ein wichtiges Aushängeschild des Vinschgaus. Die wichtigste Sorte ist die „Vinschger Marille“. Diese eigenständig eingetragene Sorte gibt es seit über 120 Jahren und sie hat sich bestens mit dem Klima im Vinschgau arrangiert. Bei 85% der Marillen, die im Vinschgau angebaut werden, handelt es sich um diese Sorte. Sie ist besonders wegen ihrer hervorragenden Geschmackseigenschaften für den Frischverzehr und zum Herstellen von Marmeladen, Säften und Schnäpsen sehr gefragt. Die restlichen 15% der Marillenproduktion fallen zum größten Teil auf die drei modernen Sorten Orangered®, Goldrich und Hargrand. Sie haben eine schöne Frucht, sind aber eher für den Frischverzehr oder für die Herstellung von Saft geeignet. Nun wurde in der Mitgliedsgenossenschaft in Martell eine Produktionsstätte zur Veredelung der Vingschger Marille errichtet. Dort wird originale Vingschger Marillenmarmelade produziert. Somit ist diese rundum gesunde Frucht – wenn auch in Marmeladeform - 12 Monate lang erhältlich.

Marille - vielfältig & gesund

„Die „Marillen aus dem Vinschgau“ schmecken am besten im frischen Zustand. Sie können aber auch getrocknet, für Kuchen und Torten, zur Herstellung von Marmelade, Saft, Schnaps, Kompott oder für Vinschger Marillenknödel verwendet werden. Marillen sind nicht nur köstlich, sondern auch sehr gesund und arm an Kalorien.100 gr Marillen haben gerade einmal 43 kcal. Außerdem enthält kein heimisches Obst mehr Betakarotin, die Vorstufe von Vitamin A, welches besonders auf Augen, Haut und Schleimhäute positiv wirkt. Die Wirkstoffkombination von Kupfer, Zink und Eisen macht Marillen zum idealen Obst für unter Eisenmangel leidende Menschen. Marillen gelten auch als gute Lieferanten von Niacin, Vitamin C und Kalium. Außerdem sind Marillen gute Zuckerlieferanten. Ein paar frische oder getrocknete Marillen nach dem Sport haben dieselbe Wirkung wie etwa ein Müsliriegel.

Garantierte Qualität

Die Lagerfähigkeit der Vinschger Marille ist sehr begrenzt. Alle Marillen werden nach der Ernte kontrolliert und sortiert. Es gibt Marillen erster Qualität, die sogenannte Tafelware, zweite Qualität für die Herstellung von Marmelade sowie die dritte Qualität für die Schnapsherstellung. Die originalen „Marillen aus dem Vinschgau“ sind mit einem runden, gelben Gütesiegel gekennzeichnet. Marillen in der Originalverpackung der VI.P, sprich schwarze Kartons für die erste Qualität und weiße Kartons für die zweite Qualität, garantieren kontrollierte, beste Qualität. Die Marillen gibt es lose in Kartons zu 3 bis 9 kg oder in Kleinverpackungen zu 1,5 kg.

Informationen und Reservierungen

Tel. 0473 723324

E-Mail: bio [at] vip [dot] coop

www.vip.coop/produkt/marillen.html.”

Bild 1: Die „Vinschger Marille“ (Mitte) ist mit rund 85% Anteil die Hauptsorte. Bei den „neuen Sorten“ sind Hargrand und Goldrich die wichtigsten.

Bild 2: Die originale Vinschger Marille