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TRIZ: Eine Methode zur Problemlösung & Ideenfindung

Wussten Sie, dass es für 98% aller Probleme auf der Welt schon eine Lösung gibt? Und wissen Sie was ein Diamant und eine Erdnuss gemeinsam haben? Die Methode der Diamantenschleifung ist dieselbe wie jene zur Enthülsung von Erdnüssen. Dies hat man mittels der Problemlösungsmethode TRIZ herausgefunden. TRIZ wurde kürzlich den Unternehmern im TIS vorgestellt.

Im Zentrum für Wissens- und Technologietransfer (ZWT) des TIS wurde ein intelligentes Verfahren zur Lösung von technischen und organisatorischen Aufgaben vorgestellt. Damit wird es Forschern, Erfindern, aber auch Personen, die in der Entscheidungsfindung eingebunden sind, möglich, auf erprobte Problemlösungsinstrumente zurückzugreifen. Präsentiert wurde die Methode namens TRIZ von Prof. Paolo Vercesi, Dozent für physikalische Technik am Polytechnikum der Uni Mailand und Verantwortlicher des Unternehmensdienstleistungsbereiches von Alintec, der wichtigsten mailändischen Technologietransfer-Vereinigung. TRIZ leitet sich aus dem Russischen ab und heißt soviel wie „Theorie des erfinderischen Problemlösens“. Mit Hilfe dieser Methode versuchen Erfinder und Forscher, ihre Tätigkeit zu systematisieren, um schneller und effizienter zu neuen Problemlösungen zu kommen. Die TRIZ-Methode hat sich inzwischen weltweit verbreitet, denn so können Effektivität, Schnelligkeit und Kosten der Innovation optimiert werden. Diesbezüglich Interessierte können sich an das ZWT (Tel. 0471 568 000) wenden. Die Beratung rund um TRIZ wird mit einem Beitrag von Seiten des Assessorats für Innovation bezuschusst. Mit der Veranstaltung versuchte das ZWT einmal mehr eine Brücke zu schlagen zwischen den Südtiroler Unternehmen und universitären Forschungs- und Entwicklungsexperten. Die Veranstaltung wurde vom TIS innovation park in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Unternehmerverband und der Stiftung Sparkasse im Rahmen des INWITO-Programms organisiert.

Probleme lösen & Neues erfinden
Mit TRIZ kann man herausfinden, ob jemand irgendwo auf der Welt bereits dieses Problem gelöst hat, mit dem man sich augenblicklich beschäftigt. Dazu wird zuallererst das Problem zerlegt und aus dem bestehenden Zusammenhang genommen. Dann werden weltweit vorhandene Lösungen bzw. Patente daraufhin überprüft, ob sie das bestehende Problem lösen. Daraufhin kann ein Prototyp produziert werden und nach erfolgreicher Testphase kann die Serienproduktion beginnen. Andererseits können mittels TRIZ innovative Einsatzmöglichkeiten von bestehenden Lösungen/Produkten ausfindig gemacht werden. Prof. Paolo Vercesi zeigte einige erfolgreiche Praxisbeispiele der Anwendung von TRIZ auf: im Flugzeugbau, bei der Entwicklung von Regenschutzkleidung für Motorradfahrer, effizientere Flaschenreinigung usw. Das Südtiroler Unternehmen Röchling (Ex-Seeber) arbeitet zurzeit mit der TRIZ-Methode an der Entwicklung eines effizienteren Filtersystems.

Praxisnahe Methode für Unternehmen jeder Größe
TRIZ erlaubt auch kleinen Organisationen einen systematischen technologischen Innovationsprozess zu starten und durchzuführen. Zu den Anwendungsmöglichkeiten gehören die Bewertung des Entwicklungspotentials einer Technologie, der Vergleich alternativer Technologien, die Definition neuer Produkte, Dienstleistungen und neuer Businesskonzepte, die Entwicklung von innovativen Lösungen, Schadensprävention, Konfliktlösung, usw. TRIZ ist im technischen, nicht-technischen als auch im technologischen Bereich anwendbar.