Therme Meran kooperiert mit Milkon
Die Therme Meran hat sich der Kooperation mit Südtiroler Landwirtschaftsbetrieben verschrieben. Durch die Nutzung von Südtiroler Naturprodukten sollen sich Tourismus und Landwirtschaft vernetzen. Im Wohlfühl- und Gesundheitsangebot der Therme Meran werden demnach fast ausschließlich heimische Produkte wie Äpfel, Trauben, Molke, Wolle und Kräuter verwendet. Jüngstes Beispiel ist die Kooperation mit der regionalen Milchwirtschaft. So liefert die Milkon Südtirol (Mila, Senni) der Therme Meran die Molke für die Wohlfühlbäder im Spa & Vital Center. Die Molke stammt aus dem Milkon-Werk in Bruneck. Dort fallen jährlich ca. 40 Millionen Liter Molke an. Molke ist die Flüssigkeit, die bei der Herstellung von Käse nach Abscheiden des Käsestoffes anfällt. In der Therme Meran findet nun Molke eine wertvolle Verwertungsmöglichkeit. Ein Labor, das von der Therme Meran beauftragt wurde, hat das Molkekonzentrat geprüft. Dabei wurden der Molke eine sehr gute Qualität und eine gute Eignung für die Bäder zugesprochen. Molke hat eine entschlackende, mineralisierende und gewebestraffende Wirkung. Das Sissi Molkebad, bei dem die Besucher im frischen Molkekonzentrat baden, gehört zu den Highlights der Südtiroler Wohlfühlbäder der Therme Meran. In den zwei Monaten seit Öffnung der Therme wurden schon an die 500 dieser Bäder verkauft.
Von der Wichtigkeit einer sektorenübergreifenden Zusammenarbeit ist auch der Landesrat für Landwirtschaft Hans Berger überzeugt. „Wenn Landwirtschaft und Tourismus zusammenrücken, dann hat das große Vorteile: Die Erhöhung des Absatzes sichert die Existenz unserer Landwirte und steigert die Motivation und Wertschätzung für die Produktion. Wir müssen alle an einem Strang ziehen, damit uns die wertvolle Natur- und Kulturlandschaft Südtirols erhalten bleibt und unser Wirtschafsgefüge mit seiner Vielfalt im Wettbewerb bestehen kann. Und hier ist die Kooperation der Therme Meran mit der Milchwirtschaft ein Paradebeispiel. So findet zum Beispiel die Molke, ursprünglich ein Nebenprodukt der Käseproduktion, eine völlig neue, wertvolle Verwertung,“ ist Hans Berger überzeugt. Doch nicht nur der Milch- bzw. Landwirtschaft ist durch solche Kooperationen geholfen. Die Tourismusanbieter können ihr Angebot attraktiver gestalten und bereichern. Durch die gemeinsame Vermarktung unter dem Motto „made in Südtirol“ werden Synergien genutzt, neue Angebote initiiert sowie alle Kooperationspartner gestärkt.
im Bild v.l.n.r.:
Adelheid Stifter (Direktorin der Therme Meran AG), Manfred König (Präsident der Therme Meran AG), Alfons Alber (Obmann der Milkon) und Hans Berger (Landesrat für Landwirtschaft)