Kürzlich weilte eine Delegation von amerikanischen Investoren und Unternehmern beim TIS innovation park in Bozen. Auf Einladung vom TIS innovation park, kamen Herren aus Los Angeles, um Wirtschaftkontakte zu knüpfen. Das Ziel vom TIS war es, eine Brücke in die USA zu schlagen, um neueste Technologien auszutauschen, Investoren zu finden bzw. Kooperationen anzubahnen. Die Mühe hat sich gelohnt: „Die Gäste waren sehr beeindruckt, dass wir in Südtirol in bestimmten Bereichen - wie zum Beispiel in der erneuerbaren Energie - so weit voraus sind. Den TIS innovation park bezeichneten sie als kleines Silicon Valley“, erzählt Christian Tasser, Mitarbeiter vom TIS. Tasser hat die Kontakte auf den Weg gebracht, denn er war selbst sieben Jahre in den USA tätig. Das TIS ist einerseits Ansprechpartner für die vielen Südtiroler Unternehmen und andererseits das Sprachrohr bzw. eine Brücke in die Welt hinaus. Im TIS werden Kooperationen zwischen Unternehmern aus Südtirol und anderen, internationalen Unternehmen initiiert und begleitet. Neue Ideen und Entwicklungen, die hierzulande oft wenig finanzielle Unterstützung bekommen, können so durch Investoren aus Übersee größere Entwicklungsmöglichkeiten erhalten.
Silicon Valley als Vorbild
Silicon Valley gilt als das weltweite Paradebeispiel für erfolgreiches Unternehmenswachstum und ist das bekannteste Technologie-Cluster der Welt. Silicon Valley gilt als Sinnbild für ein Forschungs- und Industriegebiet, wo neue Ideen und Produkte erfolgreich entwickelt wurden. Denn im Silicon Valley sind tausende Technologieunternehmen entstanden und das Gebiet gilt als Motor der globalen High-Tech-Wirtschaft. Das TIS folgt dem Vorbild Silicon Valley: Ein Ort zu sein, wo innovative Ideen Realität werden, wo neue Technologien und spezialisiertes Know-How eine Heimat finden und wo diese weltweit vernetzt und gefördert werden. Was für die Amerikaner das Silicon Valley ist, sollte für die Südtiroler das TIS sein: Diesem Ziel hat sich das TIS verschrieben.
Zusage aus den USA
Ganz konkrete Früchte hat der Besuch der Amerikaner vor allem in den Bereichen der erneuerbaren Energie, den Informationstechnologien und der Löschtechnik getragen. Erfolgreich wurden einige Kooperationen zwischen Südtiroler und amerikanischen Unternehmen gestartet. Bei einem Südtiroler Produkt im Bereich der Stromerzeugung kommen jetzt Technologien „Made in USA“ zum Einsatz, um das Produkt noch leistungsfähiger zu machen. Die Investoren zeigten auch Interesse, sich an einigen Südtiroler Unternehmen und innovativen Projekten finanziell zu beteiligen. Am Ende des 3-tägigen Besuchs der Delegation aus den USA wurde vereinbart, dass im August eine Delegation aus Südtirol einen Gegenbesuch abstatten wird. Dann wird der Bau der „Know-how- und Technologiebrücke“ zwischen den USA und Südtirol vollendet.