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Südtiroler Kartoffelernte: Weniger aber gute Qualität

Zurzeit werden in Südtirol noch emsig Kartoffeln geerntet, gesäubert, sortiert und eingelagert. Doch lassen sich schon erste Prognosen über die Kartoffelernte machen. Die Kartoffelernte in Südtirol ist heuer – wie in ganz Europa – aufgrund der Trockenheit in den Sommermonaten etwas zurückgegangen. Die Ernteeinbußen betragen etwa 12%. Die Ernte im Pustertal z.B. verspricht heuer an die 4.600 Tonnen Kartoffeln. „Wir sind mit der Qualität der geernteten Kartoffeln jedoch sehr zufrieden und können gute Preise erzielen. Das trockene Wetter während der Erntezeit ist von großem Vorteil, da so eine trockene Einlagerung möglich ist,“ so Daniel Felder, Direktor der Pustertaler Saatbaugenossenschaft. Durchschnittlich werden auf einem Hektar in Südtirol etwa 35 Tonnen Kartoffeln geerntet. Der Anbau und die Ernte erfolgen vielfach maschinell. Je nach Eignung des Bodens werden bis zu 20 verschiedene Sorten angebaut. Der Großteil der Lieferanten sind Bauern mit Viehwirtschaft, denn die Ackerflächen müssen jedes Jahr wechseln. So werden abwechselnd Gemüse, Futterpflanzen oder Kartoffeln angebaut.

Gute Qualität & konsumentenfreundlich
Die Kartoffeln mit dem Südtiroler Qualitätszeichen werden vor allem im Pustertal und Eisacktal angebaut. Warme sonnige Tage, kühle Nächte und gute, leichte Böden schaffen die idealen Bedingungen für beste Kartoffelqualität. Sie reifen langsamer und sind deshalb schmackhafter. Südtirols Kartoffeln zeichnen sich vor allem durch einen vergleichsweise hohen Vitamin C-Gehalt aus. Die Spätkartoffeln können sehr gut über den Winter gelagert werden. Für den Kartoffelanbau werden nur ausgewählte Saatkartoffeln verwendet. Es gibt mehligkochende, vorwiegend festkochende und festkochende Kartoffeln. Die Südtiroler Kartoffeln werden getrennt nach Sorten und Konsistenz abgepackt. Sie werden nach Kocheigenschaften mit farbigen Sackanhängern gekennzeichnet: gelb für mehligkochende, rot für vorwiegend festkochende und grün für festkochende Kartoffeln. Auf diese Weise kann der Verbraucher, die für die jeweilige Zubereitungsart am besten geeignete Kartoffelsorte wählen: mehligkochende Kartoffeln für Nocken, Püree und Pommes frites, vorwiegend festkochende für Brat- und Röstkartoffeln sowie für Gemüsesuppen, Eintöpfe und im Ofen gebackene Kartoffeln und festkochende für Salate. Kartoffeln mit dem Südtiroler Qualitätszeichen gibt es in den verschiedensten Packungen: in Netze à 2 kg, in Papiertaschen à 2,5 kg und im Raschelsack in unterschiedlichen Größen. Das Qualitätszeichen Südtirol garantiert Herkunft und Qualität. Regelmäßige Kontrollen gewährleisten die Einhaltung eines Pflichtenhefts, welches von der Handelskammer Bozen ausgearbeitet wurde. Die Südtiroler Qualitätskartoffel ist bei der Pustertaler Saatbaugenossenschaft in Bruneck, bei der Melix in Vahrn sowie in ausgewählten Supermärkten erhältlich.

Gesunde Knolle
Das Nachtschattengewächs zeichnet sich durch einen der niedrigsten Kalorienwerte aus. Die Kartoffel besteht zu 80% aus Wasser und zu 15% aus Stärke sowie aus Proteinen, Mineralsalzen und Vitamin C. Die Kartoffel enthält so gut wie keine Fette. Sie sollte bei einer Lagertemperatur von 3-4°C und wenig Licht gelagert werden. Der Lagerraum sollte gut durchlüftet und trocken sein. Kartoffeln bewahrt man am besten in kühlen und dunklen Räumen, in Obstkisten und nicht in Kartoffelsäcken auf.

Im Bild 1:
Die Kartoffelernte im Pustertal

Im Bild 2:
Kartoffeln mit dem Südtiroler Qualitätszeichen