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Qualitätsapfelsäfte im Test

Kürzlich trafen sich die Mitglieder der Fachkommission der Hersteller von Apfelsaft mit dem Qualitätszeichen Südtirol zu einem gemeinsamen Tag mit buntem Programm. Am Vormittag wurde im Verkostungsraum der EOS – Export Organisation Südtirol der Handelskammer eine Apfelsaftverkostung durchgeführt, dann ging es nach Trient zu der Besichtigung von Trentofrutta. „Verkostungen sind für unsere Apfelsaftproduzenten ein wichtiges Instrument für den Vergleich der eigenen Produkte mit anderen, aber auch um neue Erkenntnisse von Produkten anderer Gebiete zu gewinnen, letztendlich zur Verbesserung der Qualität“ so Landesrat Thomas Widmann, der für das Qualitätszeichen zuständig ist.

Die Apfelsaftverkostung findet zwei Mal im Jahr statt. 26 Apfelsäfte von Qualitätszeichennutzern und anderen Herstellern wurden bereits einmal im Februar diesen Jahres verkostet. Die Säfte stammen von der Ernte 2009. Nun ging es in der Gegenverkostung darum, herauszufinden wie sich die Säfte geschmacklich durch die Lagerung entwickeln und ob das Haltbarkeitsdatum der Säfte angemessen ist. Im Schnitt ist der Apfelsaft mit Qualitätszeichen nämlich 1-1,5 Jahre haltbar. Die Verkostung ergab, dass alle Säfte mit dem Qualitätszeichen durch die Lagerzeit kaum an Qualität eingebüßt haben. Einige Säfte konnten sich sogar verbessern, da sich mit der Zeit das Säure-Zucker-Verhältnis im Saft verbessert und er so ausgeglichener schmeckt. Somit wiesen alle Qualitätssäfte eine optimale Lagerfähigkeit auf. Verkostet wird nach dem anerkannten DLG-System. Dabei werden Farbe, Trübe, Geruch und Geschmack bewertet. Die Mitglieder der Fachkommission verkosten die Säfte anonym, d. h. die Säfte sind in neutralen Flaschen abgefüllt. Begleitet wurde die Verkostung vom Lebensmittelexperten Otto Unterholzner.

„Diese Verkostungen sind für die Hersteller sehr wichtig. Sie geben Bestätigung und eventuelle Anregungen für Qualitätsverbesserungen. Solche Treffen geben auch Gelegenheit für den fachlichen Austausch,“ so Thomas Gänsbacher von der EOS, der den gemeinsamen Tag organisierte. Am Nachmittag wurde das traditionsreiche Unternehmen Trentofrutta in Trient besichtigt. Der Obstverarbeitungsbetrieb stellt Fruchtsäfte, Konzentrate und Püree aus Äpfeln, Birnen, Pfirsichen und anderen Obstsorten her. Das Hauptgeschäft ist die Erstverarbeitung, die Produkte werden dann von anderen Herstellern zu Säfte, Marmelade usw. weiterverarbeitet.

Der Apfelsaft mit Qualitätszeichen ist naturtrüber Direktsaft ohne Zusatz von Zucker und Konservierungsstoffen. Er wird pasteurisiert und dadurch natürlich haltbar gemacht wird. Das Qualitätszeichen garantiert, dass der Apfelsaft in Südtiroler Betrieben aus heimischen Äpfeln hergestellt und abgefüllt wurde. 2009 wurden 429.000 l Apfelsaft mit Qualitätszeichen von 7 Unternehmen in Südtirol hergestellt: Alfons Bologna, BIO Reiterhof Vill, Kandlwaalhof, Mooshof, Soini Quinto & Figli, VOG-Products und Weissenhof. Hauptmarkt ist neben Südtirol der norditalienische Raum.

Bild:
Die Delegation bei der Betriebsbesichtigung von Trentofrutta in Trient
v.l.n.r.: Otto Unterholzner (Lebensmittelexperte), Anna Pichler (Mitarbeiterin von Otto Unterholnzer), Giampaolo Toccoli (Trentofrutta), Karl Luggin, Alfons Bologna (beides Apfelsaftproduzenten), Thomas Gänsbacher und Hildegard Mayerhofer (beide EOS) sowie Carlos Soini und Giuseppe Bortollon (beide vom Apfelsaftproduzenten Soini Quinto & Figli)

Quelle: EOS. Diese Bilder dürfen nur im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung veröffentlicht werden.