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Pustertaler informieren sich über Pflegesicherung

Gestern fand in Bruneck ein Informationsabend über die Pflegesicherung mit Landesrat Richard Theiner, Maria Kusstatscher, der Landesobfrau des KVW, und dem Direktor der Abteilung Sozialwesen Karl Tragust statt. Der Soziallandesrat informierte im Rahmen der Veranstaltung über das neue Pflegegesetz. „Das neue Gesetz sieht besondere Pflege- und Betreuungsleistungen für ein Leben in Würde von pflegebedürftigen Menschen in Südtirol vor. Ziel ist die Förderung der größtmöglichen Eigenständigkeit des pflegebedürftigen Menschen im täglichen Leben“, bringt Landesrat Theiner das Ziel des Gesetzes auf den Punkt. Das monatliche Entgelt soll die Pflegeleistungen vergüten, die Angehörige oder beauftragte Pflegekräfte erbringen. Die Empfänger können dann in einem klar bestimmten Rahmen selbst entscheiden, welche Pflegeleistungen, welche Dienste und welche Pflegekräfte sie in Anspruch nehmen. „Pflegende suchen, ausbilden, einsetzen und begleiten, das ist das Anliegen des KVW. Wobei hier der Schwerpunkt zuerst auf Einheimische gelegt wird, bevor ausländische Pflegekräfte eingesetzt werden“, betonte Maria Kusstatscher bei der Veranstaltung. Der Informationsabend in Bruneck wurde vom Assessorat für Gesundheit und Soziales in Zusammenarbeit mit dem KVW Pustertal und der Bezirksgemeinschaft Pustertal durchgeführt. Viele nutzten die Veranstaltung als willkommene Plattform, um Fragen zu dem neuen Landesgesetz zu stellen.

Die Ermittlung des Pflegebedarfs von Personen, die zu Hause gepflegt werden, ist im Jänner angelaufen. Die Pflegebedürftigen werden von geschulten Einstufungsteams in eine von vier Pflegekategorien eingestuft. Je nach Stufe bewegen sich die monatlichen Auszahlungsbeträge von 510 € bei 2 Stunden täglichem Pflegebedarf bis zu 1.800 € bei schwerster Pflegebedürftigkeit. Die Einstufung wird im Rahmen von Hausbesuchen durchgeführt. Die betroffenen Leistungsempfänger werden telefonisch kontaktiert, müssen also nicht aktiv werden. Ein Einstufungsteam besteht aus zwei Fachkräften der Krankenpflege und der Sozialdienste und steht den Angehörigen auch mit Information und Beratung zur Seite. Im Pustertal sind folgende Einstufungsteams im Einsatz:
Sigrid Mittermair und Ingrid Götsch für das Tauferer-Ahrntal, Barbara Stecher und Maria Elisabeth Sieder sowie Paula Pernthaler und Christina Feichter für Bruneck und Umgebung, Kurt Conrater und Doris Oberjakober für das Hochpustertal und Sigrid Mittermair und Clara Ellecosta für das Gadertal. Seit 11. Februar ist ein landesweites Pflegetelefon unter der Grünen Nummer 848 800277 aktiv.

im Bild v.l.n.r.:
Maria Sparber (KVW), Dr. Heinrich Oberschmied (Direktor Amt für Vorsorge und Sozialversicherung), Maria Kusstatscher (Landesobfrau KVW), Werner Steiner (Bezirksvorstand KVW Pustertal), Richard Theiner (Landesrat Sozialwesen), Kurt Conrater, Clara Ellecosta, Ingrid Götsch und Doris Oberjakober (Einstufungteam).