Anlässlich des internationalen Museumstages am 17. Mai 2009 erweckt das Museum Steinegg 1.000 Jahre Tiroler Tradition und Geschichte zum Leben. Ab 13.30 Uhr herrscht in den alten Stuben und Werkstätten lebendiges Treiben. Das speziell auf Familien ausgerichtete Programm zeigt verschiedene Handwerker und wie diese vor vielen Jahren arbeiteten.
Mit dabei sind der Schuster, die Spinnerin und der Korberer (Flechter). Neben der Vorführung von fast vergessenem Handwerk werden auch Musikinstrumente und Spielzeuge gebastelt. „Hube zu Lanzen“ und seine „Dirn“ werden diese für die BesucherInnen anfertigen. Dabei werden die „Moienpfeife“, der „Schnurrer“ und viele andere Instrumente große und kleine BesucherInnen mit Frühlingsmelodien erfreuen. Der Eintritt ist an diesem Tag für alle Besucher frei. Auf Wunsch gibt es Führungen mit Kustos Franz Mahlknecht für Gruppen ab 10 Personen. Diese können bei Franz Mahlknecht selbst, Tel. 0471 376518, oder beim Tourismusverein Steinegg, www.steinegg.com, reserviert werden. Der Museumsbesuch lässt sich gut zu einem Tagesausflug erweitern. Bei einer Wanderung können die Erdpyramiden von Steinegg besichtigt werden. Der Planetenweg in Obergummer hingegen (ca. 2 Stunden) gewährt Alt und Jung einen spannenden Blick in das Weltall.
Einfaches Leben von damals hautnah erleben
Der Auftritt der Handwerker und die lebhaften Führungen von Kustos Franz Mahlknecht versetzen die Besucher zurück in eine spannende Vergangenheit. Bei der Reise durch die alten Stuben, Kammern und Arbeitsräume verspürt man das einfache Leben hautnah und ist fasziniert vom Umgang unserer Vorfahren mit der Natur. Präzise Details geben dem Museum einen besonderen Charakter. Einzigartig ist die Auferstehungskapelle, welche mit wertvollen Statuen und anderen sakralen Schätzen ausgestattet ist. Kaum ein anderes Museum gibt die Geschichte vom beschwerlichen aber auch freudvollen Leben dieser Zeit auf so eindrucksvolle Weise wieder. Denn das Museum Steinegg ist eine der umfassendsten Aufbewahrungsstätten in Südtirol. Über 10.000 originale Objekte erzählen die Geschichte unserer Vorfahren. Mehrere Alltagsräume eines Bauernhauses, 7 vollständige Werkstätten alten Handwerks, 192 präparierte Tiere, 220 Schmetterlingsarten und vieles andere mehr wurde über Jahrzehnte in liebevoller Kleinarbeit von den Bürgern der Gemeinde Karneid zusammengetragen. Der leidenschaftliche Einsatz ihrer Bürger für das Museum ist auch der Grund warum die Gemeinde Karneid das Museum Steinegg immer wieder mit finanziellen Mitteln und Aktionen unterstützt. „Das Museum Steinegg soll Anlaufstelle sein, wenn es um die Geschichte und Vergangenheit der Gemeinde Karneid aber auch der Südtiroler Bauernwirtschaft geht. Es soll gleichermaßen Einheimische und Gäste aus dem ganzen Land ansprechen. Ein Museum ist aber vor allem auch ein Ort des Lernens, des Verstehens und des Erlebens. Deshalb liegt uns so viel daran, dieses Kleinod zu erhalten und den Besuch der Bevölkerung – vor allem auch der jungen Menschen - zu fördern“, so Albin Kofler, Bürgermeister von Karneid.
Im Bild 1:
Die umfangreiche Sammlung an präparierten Tieren, die man heute längst nicht mehr zu Gesicht bekommt
Im Bild 2:
Ritterrüstungen: Zeugen vergangener Zeiten