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Gostner baut Schule bei Rovereto in 100 Tagen

In diesen Tagen wurde ein einzigartiges Bauprojekt in Don Milani bei Rovereto von Gostner seiner Bestimmung übergeben. Das Südtiroler Unternehmen hat in 100 Tagen eine Schule gebaut. Die Autonome Provinz Trient hat den Spezialist für Niedrigenergieholzbauweise beauftragt eine „Ausweich-Schule“ aus Holz zu errichten, da die Kunstschule in Don Milani umgebaut und erweitert wird. Schüler, Lehrer und das Verwaltungspersonal der Schule müssen somit für einige Jahre ausgesiedelt werden. Gostner konnte sich bei der Ausschreibung mit seinem einzigartigen Konzept für die biologische Mobilbauweise und einem überzeugenden Preis-Leistungsangebot sowie durch die technische optimale Ausführung mit Elektro- und Sanitäranlagen gegenüber 6 Mitbewerbern – auch aus dem Ausland - durchsetzen. Vor Freigabe durch die Bauleitung musste Gostner einen Musterklassenraum auf dem Betriebsgelände in Vahrn bei Brixen aufstellen. Eine Delegation von Technikern der Abteilung für öffentliche Bauarbeiten der Autonomen Provinz Trient unter der Federführung der Projektleitung Ing. Silvio Zanetti, Ing. Marco Gelmini und Ing. Roberto Calovi überzeugte sich so vor Ort selbst von der Modulbauweise, den verwendeten Materialien und von der Nachhaltigkeit der Holzkonstruktion. Am 15. Mai wurde die Baustelle eingerichtet und seit Anfang August ist die mobile Schule bezugsfertig. Informationen über den Ablauf der Bauarbeiten gibt es unter www.gostner.it. Gostner hat sich in den letzten Jahren auf die Modulbauweise spezialisiert. Zu den Projekten gehören mehrere Kindergärten, unter anderem der Kindergarten für die Firma Glaxo Smith Kline in Verona, ein Kindergarten bei Meran und in Algund sowie die Wohnanlage Rosenbach in Bozen, das größtes Niedrigenergiehaus Italiens mit 64 Wohneinheiten.

Kurze Bauzeit und Logistik als Herausforderung
Die Autonome Provinz Trient wies dem Unternehmen eine Grünfläche zu, wo Gostner das Fundament goss und worauf die Schule gebaut wurde. Die Schule in biologischer Modulbauweise aus Holz ist auf zwei Stockwerke verteilt, die Gesamtfläche beträgt 1.500 m². Die Schule umfasst 13 Klassenräume, Serviceräumlichkeiten und sanitäre Anlagen. Sämtliche Bauelemente bestehen aus Holz, zur Dämmung und Lärmisolierung dienen Dämmplatten aus Zellulose. Die Innenräume sind mit Gips-Brandschutzplatten verkleidet, die Fassade besteht aus unbehandelter Lärchenschalung bzw. aus HPL-Platten. Alle Bauteile wurden bei Gostner vorbereitet und mit 35 LKW auf die Baustelle angeliefert. Die vorgegebene knappe Bauzeit verlangte eine genaueste Planung der Arbeitsabläufe und der Logistik. Gutes Zeitmanagement und eine optimale Ablauforganisation sowie ein Zweischichtbetrieb ermöglichten Gostner den Abschluss der Arbeiten innerhalb von nur 100 Tagen. Innerhalb von 3 Wochen war der gesamte Holzbau fertig gestellt; parallel wurde mit dem Innenausbau begonnen. „Die große Herausforderung bestand nicht nur in der kurzen Bauzeit, sondern vor allem auch in der Logistik. Alle Bauelemente mussten genauestens beschriftet und katalogisiert werden, damit die Teile später schnell und reibungslos ab- und bei Bedarf wieder aufgebaut werden können,“ so Stefan Gostner, Inhaber des Unternehmens.

Schnelle &flexible Verwendung
Das Anforderungsprofil der Ausschreibung schrieb die Mobilität und die Flexibilität der Bauteile vor. Ein schneller, reibungsloser Ab- und Aufbau der Bauteile standen dabei genauso im Vordergrund wie der Einsatz einzelner Bauteile – je nach Bedarf – an verschiedenen Orten. Die mobile Konstruktion soll in Zukunft auch für andere Zwecke, beispielsweise im Zivilschutz oder bei Auslagerungen von anderen öffentlichen Einrichtungen, genutzt werden.

im Bild 1:
Die neue mobile Schule in Don Milani bei Rovereto

Im Bild 2:
v.l.n.r. Ing. Andrea Eccher, Ing. Michele Trentini, Stephan Gostner, Ing. Marco Gelmini und
Ing. Cesare De Olivia vor der neuen Schule