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Gostner baut Mensa und Labors in 115 Tagen

Das Unternehmen Gostner aus Vahrn hat kürzlich in Albiate in der Nähe von Mailand die Schlüssel für ein Projekt in Holzbauweise seiner Bestimmung übergeben. Das Südtiroler Unternehmen, das auf die Niedrigenergieholzbauweise spezialisiert ist, hat in knapp 115 Tagen eine Mensa mit Küche und drei Labors eines Schulgebäudes neu errichtet. Die Herausforderung bestand darin, diese neuen Gebäude der Volks- und Mittelschule von Albiate zu Schulbeginn für Mitte September fertig zu stellen. Gostner begann Anfang Juni mit dem Abbruch der bestehenden Gebäude und am 15. September wurden die neue Mensa und die Labors in Betrieb genommen. Die schnelle Abwicklung sowie ein adequates Preis-Leistungsverhältnis und die optimale Qualität waren bei der Ausschreibung ausschlaggebend. Für die beauftragende Gemeinde stand die biologische umweltschonende Bauweise im Vordergrund. Man hat sich neben einer starken Einsparung an Energiekosten, eine gesunde Innenraumluft durch kontrollierte Be- und Entlüftung, beste akustische Qualität noch weiteren gesundheitsfördernden Aspekten verschrieben.

Das Projekt entspricht den Kriterien für Klimahäuser der Klasse A und umfasst 1.000 m². Die Mensa mit Küche bietet Platz für 150 Kinder und Jugendliche; die 3 Labors sind mit Waschbecken bzw. Sanitäranlagen ausgestattet. Das gesamte neue Gebäude ist aus Holz, idem die Außenschalung. Diese besteht beispielsweise aus kanadischer Zeder. Dieses Holz ist mit dem FSC-Zertifikat versehen, das den Nachweis als nachwachsenden Rohstoff erbringt. Die Fertigteile der Holzkonstruktion wurden in der Betriebstätte der Firma Gostner in Vahrn produziert und fertig nach Albiate gebracht. Gostner hat das Projekt als Generalunternehmer übernommen und somit auch die Elektriker-, Hydrauliker- und Fliesenlegerarbeiten, die Fenster- und Türenmontage usw. koordiniert.

Gostner konnte sich in den letzten Jahren in Norditalien als Bauunternehmen im Bereich biologischer Holzbauweise einen Namen machen. So konnte das Unternehmen 2006 in Rovereto in 100 Tage eine zweistöckige Schule in Niedrigenergieholzbauweise errichten. Weitere Paradeprojekte sind mehrere Kindergärten, unter anderem der Kindergarten für die Firma Glaxo Smith Kline in Verona, ein Kindergarten bei Meran und in Algund. Den Durchbruch schaffte das Unternehmen jedoch 2003 mit dem Bau der Wohnanlage Rosenbach in Bozen, das größtes Niedrigenergiehaus Italiens mit 64 Wohneinheiten. In nächster Zeit werden weitere Schulen in Ravenna und Vicenza in Niedrigenergiebauweise fertig gestellt.

im Bild: Das Projekt in Albiate in der Nähe von Mailand