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Gemüseernte mit gleichem Ertrag wie im Vorjahr

Kürzlich wurde in Südtirol die Gemüseernte abgeschlossen. Die Erntemenge von Blumenkohl, Kopfkohl, Eisbergsalat, Radicchio sowie Roten Rüben und Kartoffeln, die das Qualitätszeichen Südtirol tragen, entspricht etwa der Menge des Vorjahres. An die 400 Betriebe in Südtirol produzieren jährlich etwa 13.400 t Gemüse und Kartoffeln mit dem Qualitätszeichen Südtirol. „Im Vinschgau konnten heuer ca. 5.000 t Blumenkohl geerntet werden. Zählt man Kohl, Radicchio und Eisbergsalat hinzu, werden in Laas und Umgebung allein 6.000 t Gemüse pro Jahr geerntet. Das Qualitätsniveau der Gemüseernte des letzten Jahres konnte aufgrund des nassen Sommers nicht überall gehalten werden. Allerdings sind wir mit der Ernte insgesamt zufrieden. Die Preisentwicklung auf den Gemüsemärkten war heuer schwierig. Ein Grund dafür war, dass in Europa insgesamt höhere Produktionsmengen verzeichnet wurden“, resümiert Reinhard Ladurner, Geschäftsführer der Obst- und Gemüsegenossenschaften ALPE und OVEG das Erntejahr 2008. Das Gemüse mit dem Qualitätszeichen Südtirol stammt aus Familienbetrieben, die ihr Gemüse vom Anbau bis zur Ernte mit größter Sorgfalt pflegen. „Für viele Südtiroler Bauern ist der Gemüseanbau ein wichtiges Standbein im Nebenerwerb. Nur Gemüse erster Wahl, das umweltschonend und verbraucherfreundlich angebaut wird, erhält das Qualitätszeichen. Gemüse aus Südtirol ist deshalb voller guter Eigenschaften: frisch, knackig, schmackhaft, vitaminreich, gut haltbar und mit hervorragenden Kocheigenschaften. Dies ist einer der Gründe, warum wir mit dem Südtiroler Blumenkohl in den Sommermonaten Marktführer in Italien sind“, erläutert Reinhard Ladurner die Bedeutung des Gemüseanbaus in Südtirol.

Weniger Kartoffeln aber mit guter Qualität
Drei Wochen später als in den vergangenen Jahren wurde heuer die Ernte der Kartoffeln mit dem Qualitätszeichen Südtirol abgeschlossen. Dafür ist vor allem der heurige Sommer verantwortlich, der einer der regenreichsten der letzten Jahrzehnte war. „Durch die fast täglichen Niederschläge war das Wachstum in einigen Gebieten etwas verhalten. Dazu kam noch, dass mehrmaliger Hagelschlag im mittleren Pustertal die Abreife nochmals hinauszögerte“, erklärt Hanspeter Felder, Direktor der Pustertaler Saatbaugenossenschaft. Wegen der Witterungsbedingungen ist die Erntemenge geringer als im Vorjahr. Auf die Qualität der Südtiroler Kartoffeln haben sie sich jedoch positiv ausgewirkt. „Die heurige Anlieferungsmenge liegt mit etwa 4,8 Mio. kg ca. 10% unter der des Vorjahres, was auf die etwas kleineren Knollen zurückzuführen ist. Sehr zufrieden stellend ist hingegen die Qualität der Speisekartoffel. Aufgrund der meist fehlenden Übergrößen kann die so genannte „Hohlherzigkeit“ nahezu vollständig ausgeschlossen werden. Außerdem hat die späte Ernte eine bessere Lagerfähigkeit der Kartoffel zur Folge“, sagt Hanspeter Felder. Ebenfalls abgeschlossen wurde die Ernte der roten Rüben (Rohnen). Hier ergibt sich eine nahezu identische Situation wie bei den Kartoffeln. Die Anlieferungsmenge liegt mit ca. 2,7 Mio. kg knapp 15% unter dem Ernteergebnis des letzten Jahres.

Qualität fördern und fordern
Kartoffel, Roten Rübe, Blumenkohl, Radicchio, Eisbergsalat, Kohl und Sauerkraut dürfen das Südtiroler Qualitätszeichen tragen. Dazu müssen die Produzenten die im Pflichtenheft vorgeschriebenen Qualitätsbestimmungen strengsten einhalten. Regelmäßige amtliche Kontrollen gewährleisten, dass der Anbau gemäß den strengen Richtlinien der Landesverordnung für Gemüse erfolgt. Alle Gemüsesorten, die das Qualitätszeichen Südtirol tragen, kommen aus dem Freilandanbau im Vinschgau, Martelltal und im Pustertal. Die Genossenschaften und die privaten Vermarkter sorgen dafür, dass das Gemüse erntefrisch auf den Tisch kommt. „Unser Ziel für die Zukunft ist es, die Produktionsverfahren noch zu verfeinern. Durch kontinuierliche Beratung der Produzenten wollen wir gewährleisten, dass wir unseren Kunden auch zukünftig qualitativ hochwertige Produkte anbieten können“, unterstreicht Hanspeter Felder die kontinuierlichen Qualitätsbemühungen der Südtiroler Gemüseproduzenten.

Im Bild: Gemüse mit dem Qualitätszeichen Südtirol
Quelle: Blickle, EOS. Dieses Bild darf nur im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung veröffentlicht werden.