Mitte Juli wurde der Radweg von Atzwang bis Kollmann provisorisch seiner Bestimmung übergeben. Provisorisch deshalb, da die Radfahrer auf einer Strecke von 400 m von Bozen kommend nach dem neuen Tunnel Nord vor dem Gasthof Törggele auf die Staatsstrasse ausweichen mussten.Dies war unumgänglich, da die eco-center AG noch Abwasserrohren unter dem Radweg verlegen musste.
Nun sind in dem Teilstück die Arbeiten so schnell vorangeschritten, dass man diese Gefahrenstelle beheben konnte. „Aufgrund der engagierten Mithilfe durch die zuständigen Landesämter, sprich dem Direktor der Abteilung Straßendienst Paolo Montagner, Valter Molon, dem Direktor des Amtes für den Straßendienst Salten-Schlern, und Bruno Fait, dem Koordinator für den Straßenbeschilderungsdienst, sowie durch die schnelle Umsetzung der Arbeiten durch die Baufirma Mattivi und die unbürokratische und schnelle Abwicklung durch Ing. Hans Pfeifer konnten wir einen provisorischen Fahrweg unterhalb der Staatsstraße einrichten. Somit muss ab morgen nicht mehr auf die viel befahrene SS 12 ausgewichen werden,“ sagt Albin Kofler, Präsident der Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern.
Da es sich um eine provisorische aber sichere Lösung für die nächsten Monate handelt, ist der angelegte Radweg nicht asphaltiert, mit Bauzaun gesichert und für Rennräder nicht sehr gut geeignet. Nichtsdestotrotz können nun die Radfahrer auch mit Kindern ohne Bedenken die gesamte Strecke abfahren. Baumaßnahmen sind oft komplex zu handhaben und verlangen Rücksicht von den Nutzern. Oft müssen – aufgrund der Situation vor Ort - Ausnahmen oder Notlösungen gefunden werden. „Die BZG Salten-Schlern gibt sich wirklich alle erdenkliche Mühe und scheut keine Kosten für eine sichere Durchfahrt. Umso mehr bitten wir aber auch um Rücksicht von Seiten der Benutzer, wenn es um nicht ganz so qualitätsorientierte Lösungen geht. Die Alternative wäre den Radweg überhaupt erst im Frühjahr 2010 zu öffnen,“ betont Albin Kofler.
Die Bauarbeiten der eco-center AG bestehen in der Verlegung einer neuen Abwasserleitung für das Hochplateau Kastelruth und Seis, welche die Abwässer von Kastelruth nach Bozen leiten. Die Rohre werden direkt unter dem Radweg verlegt. Eine Maßnahme die viel effizienter und kostengünstiger ist. Mit der definitiven Fertigstellung des gesamten Abschnitts ist im März 2010 zu rechnen. Ursprünglich war die Öffnung des Radweges erst nach Fertigstellung geplant, doch hat man mit diesen Notlösungen versucht, den Radfahrern entgegenzukommen und die Strecke schon für diesen Sommer passierbar zu machen.
Bilder: das provisorische Teilstück vor dem Gasthof Törggele, damit nicht mehr auf die Staatsstraße ausgewichen werden muss