Grenzüberschreitende Vernetzung von Fraueninitiativen
Kürzlich fand in Wien die dritte Frauen-Business-Mentoring-Messe statt. Gastgeber war das Bundesministerium für Frauen und Gesundheit. Seit Jahren pflegt der Unternehmerverband gute Kontakte zu den Frauenförderstellen Österreichs. Unter der Devise „Lernen von erfolgreichen Frauen“ dienen österreichische Projekte immer wieder als Vorbild für die Projekte des Verbandes zur Unterstützung von Frauen im beruflichen Weiterkommen. Die Verbesserung der Chancengleichheit sowie die Nutzung der wertvollen Ressourcen der Frauen als Arbeitnehmerinnen, Unternehmerinnen und Fachkräfte stehen dabei immer im Vordergrund. Die gesellschaftspolitische Rolle der Frau unterliegt zurzeit einem großen Wandel und dem will der Verband mit Frauenförderprojekten Rechnung tragen. Unter dem Aspekt der grenzüberschreitenden Vernetzung war der Unternehmerverband auch dieses Mal wieder als Mentoringpoint auf der Mentoringmesse in Wien vertreten.
Vorbild Österreich
„Die Entwicklung unserer Gesellschaft ist untrennbar mit den Zukunftschancen und Lebensentwürfen von Frauen verbunden. Deshalb ist es wichtig, jungen Frauen aus der Wirtschaft durch Mentoring Erfahrungen weiterzugeben und den Austausch der Generationen zu fördern,“ betonte Maria Rauch Kallat, die Bundesministerin für Frauen und Gesundheit, in der Eröffnungsrede. Grußbotschaften per TV kamen auch von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und den anderen fünf Ministerinnen. Der Tenor war immer derselbe: Frauen müssen mehr Mut zur Karriere haben, sie sollen Selbstvertrauen gewinnen und sich der Herausforderung Beruf & Familie stellen. Gute Beispiele, dass Frausein und beruflicher Erfolg sehr wohl machbar ist, finden sich bis in den höchsten Spitzenpositionen in Österreich. In Österreich gibt es zurzeit etwa 2000 Mentorinnen, welche Frauen auf ihrem Karriereweg begleiten.
Vernetzen, austauschen & von anderen lernen
Im Rahmen der Veranstaltung gab es Anregungen, Tipps und Anleitungen, wie Frauen die berufliche Karriereleiter leichter erklimmen, wie den Frauen der Zugang zu „frauenuntypischen“ Berufen ermöglicht wird und wie sich Frauen der Herausforderung Beruf und Familie besser stellen können. Auf der Messe waren Mentoringanlaufstellen und -projekte aus ganz Österreich vertreten. Podiumsdiskussionen über Erfahrungen, Probleme und Paradebeispiele bereicherten das Programm. An einer Talkrunde nahm auch Silvia Schroffenegger, Projektmitarbeiterin des Unternehmerverbandes, teil. Vor allem das umfassende Konzept des Mentoringprojekts des Verbandes begeisterte die Frauen: Durch das Vorschalten einer Kompetenzbilanzierung vor der Mentorschaft und den Seminaren werden die Stärken und Schwächen der Teilnehmerinnen analysiert, sodass diese dann mit konkreten Vorstellungen und Fragen in die Beratungsgespräche mit der Mentorin gehen.
im Bild 1: v.l.n.r.
Maria Rauch-Kallat (Bundesministerin für Gesundheit und Frauen) und Silvia Schroffenegger (Projektmitarbeiterin des Unternehmerverbandes)
im Bild 2: Silvia Schroffenegger (4. von links) bei der Talkrunde im Rahmen der Mentoringmesse