Südtiroler Skiböckl: Rodeln und Skifahren in einem
Die Freude war groß als die Nachricht aus der Schweiz kam: Flizz ist bei der Skibock-Weltmeisterschaft in Adelboden am 19. März Weltmeister geworden. Flizz ist das originale Südtiroler Böckl. Das Böckl ist eine Mischung aus Schlitten und Ski, im Grunde ein einfaches, unmotorisiertes Wintersportgerät, mit dem man sitzend auf Schnee fahren kann. Das Funsportgerät unter dem Markennamen Flizz wird vom Unternehmen Flizza hergestellt, welches das Böckl zur Produktreife gebracht hat. „Die Idee entstand aus einem Jux heraus. Wir wollten unseren Kindern ein Böckl kaufen, mussten aber verwundert feststellen, dass kein Geschäft Böcklen führte. Also machten wir aus der Not eine Tugend und beschlossen, selbst Böcklen zu bauen. Nach einer Riesengaudi beim Böcklfahren wurde das erste Mal daran gedacht, eine professionelle Produktion aufzubauen“, erklärt Christoph Fuchsbrugger, der Geschäftführer von Flizzza.
Wenn Altbekanntes wieder ausgegraben wird, dann nennen das Trendforscher „Retrofuturismus“. Flizz ist ein gutes Beispiel dafür, wie eine alte, fast schon vergessene Tradition durch ein innovatives Wintersportgerät wieder auflebt. Mittlerweile, nach Jahren des Tüftelns, wurde Flizz sogar bei der ISPO in Shanghai, der weltgrößten Sportartikelmesse, präsentiert. Auch die Chinesen waren davon begeistert. Nun wurde der WM-Erfolg des Böckl im Rahmen der Prowinter, der Fachmesse für Wintersportexperten, in Bozen gefeiert. Petra Sulzenbacher aus Olang und Sabine Plant aus Meran haben mit Flizz bei der Skibock-WM 2006 den ersten und zweiten Platz belegt. Der Hersteller von Flizz bedankte sich bei den beiden Damen mit einem Gutschein für ein Skiwochenende im Schnalstal.
Südtiroler Original
Das Böckl hat in Südtirol und speziell im Raum Pustertal eine jahrzehntelange Tradition. So haben sich Schulkinder mit einer einfachen, selbst hergestellten Konstruktion aus einem abgesägten Ski und einer Sitzgelegenheit aus Holz den Schulweg verkürzt. Das moderne Böckl Flizz hingegen ist ein hochwertiges Produkt und wird aus sorgsam ausgewählten Materialien hergestellt: Sitz und Stütze bestehen aus finnischem, mehrfach verleimten Birkenholz. Der Ski ist ein 90 cm langer taillierter Carver in neuester Fiberglasschalenkonstruktion mit Stahlkanten. Gesteuert wird durch Gewichtsverlagerung, gebremst wird mit den Füßen. Flizz wurde vom TÜV Product Service München geprüft und zertifiziert. Das Unternehmen Flizzza hat sich das Böckl patentieren lassen. Durch die ausgereifte Technik erlebt Flizz nun einen wahren Aufschwung. Flizz gibt es in allen größeren Südtiroler Sportgeschäften zu kaufen und wird an Privatpersonen, Skihütten und -schulen vertrieben. Durch den hohen Spaßfaktor kaufen auch immer mehr Hotels für die eigenen Gäste Böcklen an. Im Pustertal gibt es sogar einen Böcklverein. 2005 wurde am Kronplatz die erste Böckl-Weltmeisterschaft ausgetragen. Damals lieferten sich 40 Südtiroler Prominente ein spannendes Rennen mit dem für viele noch ungewohnten fahrbaren Untersatz. Der Hersteller des Böckls Flizzza ist mit einem eigenen Messestand auf der Prowinter vertreten. Auf Stand Nr. D22 – 37 können alle Interessierten das neue Weltmeistergerät besichtigen. Dort kann man auch ein originales Böckl zum Preis von 129 Euro bestellen.
Spaß für Jung und Alt
Flizz bedeutet puren Spaß im Schnee für Jung und Alt. Das Fahren mit dem Böckl ist einfach und in wenigen Stunden erlernbar. Flizz ist auch für Kinder ab 5 Jahren bestens geeignet. Mit Flizz kann man sowohl auf Rodelbahnen wie auch Skipisten fahren. Dabei wird bis auf gute Winterstiefel keine spezielle Ausrüstung benötigt. Das Tragen eines Helms wird empfohlen.
im Bild:
v.l.n.r. Günther Messner (Fa. Flizzza), Petra Sulzenbacher (Weltmeisterin), Sabine Plant (Vizeweltmeisterin), Karl Pichler (Fa. Flizzza) und Christoph Fuchsbrugger (Fa. Flizzza) bei der Pressekonferenz.