Das Projekt Eisackwerk wurde aufgrund eines Gutachtens eines Grazer Ingenieurstudios von den betroffenen Gemeinden abgelehnt. Die Initiatoren haben nun ein Gegengutachten von Seiten eines Expertenteams eingeholt. Die Ergebnisse sind eindeutig: Das Eisackwerkprojekt ist absolut umweltkompatibel, es sieht die Versorgung von zusätzlich über 240.000 Privatpersonen mit Energie vor und es ermöglicht effiziente Hochwasserschutzmaßnahmen für Brixen. Fakten, die nicht vom Tisch zu weisen sind und die sich auch die Politik unseres Landes zu Herzen nehmen sollte.
Südtirol ist ein wasserreiches Land und die Nutzung von Wasserkraft zur Energiegewinnung birgt nicht nur ein großes Potential, sondern ist auch dringend erforderlich. Die Entscheidungen über den Bau von Wasserkraftwerken sind deshalb von landesweitem Interesse, denn eine heimische Energieproduktion betrifft vor allem auch die zukünftigen Generationen. Und sie bedeutet - in Zeiten von stets steigenden Preisen und zunehmender Energieknappheit - finanzielle und wirtschaftliche Unabhängigkeit. Vor fast drei Jahren hat eine Gruppe von zukunftsorientierten Unternehmern ein Projekt für eine Wasserkraftanlage im Eisacktal eingereicht. Die Wasserkraftanlage Eisackwerk sieht eine Wasserfassung südlich von Mauls und die Wasserrückgabe bei Feldthurns vor. Eine vollständig unterirdische Bauweise gewährleistet, dass nur die Wasserfassungen sowie die Wasserrückgabe bei Feldthurns sichtbar sind. Das Projekt wurde von einem der europaweit führenden Ingenieurbüros im Bereich Wasserkraft ausgearbeitet. Laut Landesgesetz müssen nun die betroffenen Gemeinden ein Gutachten über jene Kraftwerksprojekte ablegen, welche ihr Gemeindegebiet betreffen. So wurde auch das Projekt Eisackwerk vom Landesamt für Stromversorgung an die Gemeinden zur Begutachtung geschickt. Die Gemeinden Natz-Schabs, Brixen, Vahrn, Franzensfeste, Freienfeld, Feldthurns und Villnöss haben ein Ingenieurbüro aus Graz beauftragt das Projekt zu begutachten. Aufgrund des negativen Gutachtens dieses Ingenieurbüros haben nun alle betroffenen Gemeinden ein negatives Gutachten über das Eisackwerk abgegeben. Dieses Gutachten wird von der Eisackwerk GmbH in keiner Weise geteilt. Deshalb hat die Gesellschaft ein Gegengutachten von zwei der anerkanntesten Experten auf diesem Gebiet in Europa in Auftrag gegeben. Besonders Prof. Ing. Francesco Veronese von der Universität Padua gilt international als Experte auf dem Gebiet der Hydraulik im Allgemeinen und bei Wasserkraftwerken im Besonderen. Er ist auch Mitglied der Behörde des Einzugsgebietes im Triveneto. Als zweiter Experte wurde Dr. Ing. Franco Garzon hinzugezogen. Er hat bei Hunderten ähnlicher Projekte mitgearbeitet und war Professor an der Fakultät für Ingenieurwesen der Universität Trient. Dieses Gegengutachten liegt mittlerweile vor und hat die Schlussfolgerungen des österreichischen Ingenieurstudios Punkt für Punkt widerlegt und als nicht stichhaltig befunden. Das Gegengutachten ist auf der Internetseite www.eisackwerk.it unter Medien & News zu finden.
Fundierte Daten & Fakten
Das Gutachten, das der Eisackwerk GmbH vorliegt, bescheinigt, dass das Projekt „Eisackwerk“ die beste Lösung unter allen anderen eingereichten Projekten darstellt. Dafür gibt es hauptsächlich folgende Gründen: Die Umweltbilanz des Projektes ist mehr als positiv, da rund 15 km Flussabschnitt wesentlich verbessert werden und lediglich 13 km eine ev. Beeinträchtigung erfahren könnten, wobei jedoch die Wasserqualität in diesem Abschnitt überall beibehalten wird. Die Energieproduktion kann im Vergleich zum heutigen Werk um das 2,5-fache erhöht werden. Außerdem ermöglicht es – mit geringem Aufwand - für die Stadt Brixen einen effizienten Hochwasserschutz zu errichten.
„Wir sind der Meinung, dass das Ergebnis unseres Gutachtens nicht vom Tisch zu weisen ist. Denn uns ist kein Fall bekannt, wo beim Bau eines Wasserkraftwerkes, die Umweltbilanz verbessert wird, 2,5 mal soviel Energie erzeugt wird wie bisher und nebenbei auch noch ein wirksamer Hochwasserschutz für die talwärts gelegenen Ortschaften ermöglicht wird“, ist Christoph Fuchsbrugger, der Geschäftsführer der Eisackwerk GmbH überzeugt. Die Initiatoren wollen und können die Ablehnung der Gemeinden nicht akzeptieren und fordern eine genaue Prüfung des Gegengutachtens. Im Rahmen eines offenen Briefes werden die Gemeinden und die zuständigen Ämter eingeladen sich vertiefend mit dem Gutachten auseinanderzusetzen. Denn die Daten und Fakten der Experten beweisen, dass das Eisackwerk eine innovative und zukunftorientierte Lösung für ganz Südtirol in Sachen Energiegewinnung darstellt.
Im Bild:
Die Nutzung von Wasserkraft wird immer wichtiger. Und Wasserkraft ist die erneuerbare Energie schlechthin: Sauber, sicher & langfristig