Seit wenigen Tagen läuft die Ernte des Blumenkohls mit dem Qualitätszeichen Südtirol. Aufgrund der zuvor niedrigen Temperaturen wurde der Erntebeginn zunächst um eine Woche verzögert.
Die Pflanzen wachsen unter diesen Bedingungen langsamer. Jetzt liefern Südtirols Gemüseanbauer 60 bis 100 Tonnen Blumenkohl täglich. Aufgrund effizienter Logistik ist die Ware max. 1,5 Tage nach der Ernte in den Regalen der Händler. Der Blumenkohl wird vorwiegend im Vinschgau angebaut und vom Verband der Vinschgauer Obst- und Gemüseproduzenten VI.P vermarktet; die Obst- und Gemüsegenossenschaften ALPE und OVEG in Laas sind Marktführer in Italien. Von Turin bis Triest, von Verona bis Neapel, sogar auf Sizilien bekommt man den Blumenkohl mit dem Zeichen „Qualität Südtirol“. Reinhard Ladurner, Direktor der Obst- und Gemüsegenossenschaften ALPE und OVEG, ist überzeugt, dass dies vor allem auf die hohe Qualität des Südtiroler Blumenkohls zurückzuführen ist: „Die Konkurrenz aus dem Ausland drängt zunehmend auf den italienischen Markt. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass wir eine gute Saison erleben werden. Die Qualität unseres Blumenkohls ist sehr gut und überzeugt, genau wie in den Jahren zuvor. Gerade in Italien, wo man großen Wert auf gute Küche legt, wird hohe Qualität besonders geschätzt.“ Der Blumenkohl wird über die traditionellen Großmärkte und über den organisierten Lebensmitteleinzelhandel vertrieben. Diese können auf ein starkes Vertriebsnetz zurückgreifen, das die flächendeckende Präsenz von Südtiroler Blumenkohl am italienischen Markt gewährleistet.
Heimische Landwirtschaft unterstützen
Die Südtiroler Gemüseanbaugebiete liegen auf einer Höhe von 650 bis 1.650 m im Vinschgau, Martelltal und im Pustertal. Ca. 400 Südtiroler Betriebe, meist Familienbetriebe, produzieren jährlich etwa 13.400 Tonnen Gemüse mit dem Qualitätszeichen Südtirol. Der Gemüseanbau ist für viele Bauern ein zweites finanzielles Standbein, das mit relativ niedrigen Investitionen verbunden ist. Die Pflanzen für den Sommerblumenkohl werden schon Ende März unter Fliesabdeckungen gepflanzt. Die zeitliche Verschiebung ermöglicht eine durchgehende Ernte bis Mitte September. Ein Feld kann dann bis zu 2 Mal bepflanzt und abgeerntet werden.
Kontrollierte Qualität, gute Haltbarkeit und außerordentlicher Geschmack
Südtiroler Blumenkohl ist Freilandgemüse und kommt deshalb in den Genuss des besonderen Klimas und der fruchtbaren Böden Südtirols. In den luftigen Höhenlagen lassen die warmen sonnigen Tage und die kühlen Nächte das Gemüse langsamer reifen. Dadurch entwickelt es mehr Geschmack. Regelmäßige Kontrollen gewährleisten, dass der Anbau gemäß den strengen Richtlinien erfolgt, die für Produkte mit dem Südtiroler Qualitätszeichen vorgesehen sind. Dazu gehören Rückstandsanalysen und Stichproben am Feld sowie am Endprodukt. Das Qualitätszeichen Südtirol garantiert die Herkunft der Produkte von Südtiroler Höfen und deren besondere Qualität. Nur Blumenkohl erster Wahl, der umweltschonend und verbraucherfreundlich angebaut wird, erhält dieses Qualitätszeichen. Blumenkohl aus Südtirol ist deshalb voller guter Eigenschaften: frisch, knackig, schmackhaft, vitaminreich, gut haltbar und mit hervorragenden Kocheigenschaften.
Im Bild: Die Blumenkohlernte