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Apfel-Schulprojekt in Südtirol gestartet

In diesen Tagen ist ein breit angelegtes Informationsprojekt über den Apfel in den Südtiroler Volksschulen gestartet. 19 Obstbäuerinnen und Obstbauern werden in 260 deutschen und italienischen Volksschulen in den vierten Klassen über den Südtiroler Apfel ggA informieren. Die Schulaktion wird in Blöcken bis Februar durchgeführt. 3.250 SchülerInnen und mindestens 260 Lehrpersonen sind in das Projekt, das die EOS der Handelskammer Bozen in Zusammenarbeit mit dem Pädagogischen Institut organisiert, eingebunden. Die Bäuerinnen und Bauern, welche den Unterricht über den Apfel durchführen, wurden eigens dafür geschult. Sie zeigen den Viertklässlern einen Film über den Obstanbau, erklären, was hinter dem Marienkäfer in der Südtiroler Qualitätsmarke steckt und geben einen Einblick in die Sortenvielfalt und die Arbeit eines Obstbauern. Dann können die Kinder die Sorten Golden, Gala und Granny verkosten. Denn es geht vor allem auch darum den gesundheitlichen Aspekt des Apfels und dessen vielfältigen Verwendungszweck aufzuzeigen. Anschauungsmaterial, eine Lernmappe und ein Infoheft sorgen dafür, dass der Unterricht lebendig wird. Mit Rätsel, Malvorlagen, Memory, Rechenaufgaben, Bastelideen und einem Apfellied sollen die Kinder spielerisch an das Thema Apfel herangeführt werden. „Ziel ist es, den Volksschülern den Apfel als gesunde Jause schmackhaft zu machen und sie für den Südtiroler Apfel zu begeistern. Die Kleinen sollen die Arbeit der Obstbauern kennen lernen und verstehen, warum Äpfel gesünder sind als beispielsweise Süßigkeiten. Wir wollen so den jungen Konsumenten sowie den Lehrern eine Orientierungshilfe bei ihren Konsum- und Kaufentscheidungen geben.“, erklärt Maria Sigmund, die Projektleiterin bei der EOS.

Kraftspender & Lebensgrundlage
Der Apfel zählt wohl zu den gesündesten Zwischendurch-Mahlzeiten überhaupt. Er kostet nicht viel, ist vielseitig verwendbar, hinterlässt keinen Müll und ist obendrein kalorienarm und sehr gesund. Er hat einen hohen Gehalt an Fruchtzucker, Vitaminen und Mineralstoffen und spendet somit Energie. Er hilft gegen Durst und Heißhunger. Und der Südtiroler Apfel prägt mit seinen Anbauflächen das Südtiroler Landschaftsbild wesentlich. Der Obstanbau hat in unserem Land jahrhundertealte Tradition und hat sich zu einem wichtigen Wirtschaftszweig und somit für viele Bauern zum Haupterwerbszweig entwickelt. Südtirol ist der größte zusammenhängende Obstgarten Europas. Die Anbaufläche entspricht einer Fläche von 18.000 Fußballfeldern. 2007 wurden fast eine Million Tonnen Äpfel in Südtirol geerntet. Elf Apfelsorten dürfen die Bezeichnung „Südtiroler Apfel g.g.A.“ tragen. Diese Bezeichnung steht für „geschützte geografische Angabe“ und garantiert die gute Qualität und die umweltschonende Anbauweise des Südtiroler Apfels. All dies gilt es durch das Apfel-Schulprojekt den kleinen Südtirolern mitzuteilen, damit sie einerseits den Apfel, aber auch die wichtige Arbeit der Obstbauern vermehrt Wert schätzen.

Bild 1: Die 4. Volksschulklasse in Siebeneich folgt sehr interessiert den Erzählungen von Bauer Klaus Alessandrini und Bäuerin Christine Raffeiner Kager.
Bild 2: Die 4. Volksschulklasse in Siebeneich probiert die verschiedenen Apfelsorten.