Sehr gute Ernte zu erwarten
Ab nun gibt es Vinschger Marillen
Viele Köchinnen im ganzen Land warten schon darauf. Nun stehen sie bereit für die beliebten Marillenknödel, die traditionelle Marillenmarmelade und viele andere Köstlichkeiten. Die Ernte der Marille aus dem Vinschgau ist nun voll angelaufen; als Haupterntefenster gelten die letzten Julitage und die erste Augusthälfte. „Bleibt das Wetter in den nächsten drei Wochen zur Haupternte gut, dann wird es eine gute bis sehr gute Ernte werden. Wir rechnen heuer mit einer Menge um die 350 t. Die Fruchtgröße und der Behang, sprich Vielzahl der Früchte am Baum, sind sehr gut,“ weiß Gerhard Eberhöfer, der Zuständige für den Verkauf der Marillen bei der VI.P, dem Verband der Vinschgauer Produzenten für Obst und Gemüse. Das schlechte Wetter der ersten Julihälfte hat den Reifungsprozess zwar etwas gebremst, aber bis jetzt keine größeren Schäden angerichtet. Wichtig ist, dass es nicht über einen längeren Zeitraum regnet und dazu noch starker Wind weht. Diese Wetterkombination schadet den Marillen. Nun hoffen die Bauern und die Verkaufsorganisation VI.P auf eine trockene Zeit im Idealfall mit Sonnenschein bzw. wärmeren Temperaturen.
Hotline hilft Verkauf zu koordinieren
Da die Nachfrage nach den Vinschger Marillen recht groß ist, wird den Konsumenten empfohlen, gewünschte, größere Mengen an Marillen schon frühzeitig bei der Marillen Hotline (Tel. 0473 723324) zu reservieren. Dies ist ideal, denn so können die MitarbeiterInnen die Marillen schon vorbereiten. Erhältlich sind die Vinschger Marillen in der Verarbeitungsstätte der VI.P (Industriezone Nr. 9) in Latsch, den Genossenschaften JUVAL in Kastelbell, der MEG in Martell, der GEOS in Schlanders, der OVEG in Eyrs und in ausgewählten Geschäften (Bsp. Vinschger Bauernladen in Staben-Naturns). Übrigens findet am 2. und 3. August in Laas das Kulturfest „Marmor und Marillen“ statt. Zum Auftakt der Marillenernte dreht sich dann alles um den berühmten Marmor und die beliebten Marillen.
Über 100 Jahre Tradition
Die Marillen sind eine typische Vinschger Spezialität. Deren Anbau hat im Vinschgau seit über 100 Jahren Tradition. Auf einer Höhe zwischen 550 und 1.150 m.ü.d.M bauen 120 Bauern Marillen im Nebenerwerb an. Die wichtigste Sorte – ca. 85% vom Gesamtanbau - ist die „Vinschger Marille“. Diese eigenständige, eingetragene Sorte hat sich bestens dem Vinschger Klima angepasst. Sie hat einen besonders guten Geschmack und ist für den Frischverzehr und zum Herstellen von Marmelade, Säften und Schnäpsen sehr gut geeignet. Die restliche Produktion fällt auf die Sorten Orangered®, Goldrich und Hargrand und andere. Seitdem in Martell eine Produktionsstätte zur Veredelung der Vingschger Marillen errichtet wurde, gibt es originale Vinschger Marillenmarmelade auch im Glas.
Vitaminbombe mit Qualität
Die Marillen aus dem Vinschgau sind überaus gesund und kalorienarm. Sie sind ein guter Eisen- und Zuckerlieferant. Am besten schmecken sie im frischen Zustand. Sie können aber auch getrocknet, für Kuchen und Torten, zur Herstellung von Marmelade, Saft, Schnaps, Kompott oder für Marillenknödel verwendet werden. Alle Vinschger Marillen werden nach der Ernte kontrolliert, sortiert und einer Qualitätsklasse zugewiesen. Es gibt Marillen erster Qualität, die sogenannte Tafelware, zweite Qualität für die Herstellung von Marmelade sowie die dritte Qualität für die Schnapsherstellung. Die originalen „Marillen aus dem Vinschgau“ sind mit einem runden, gelben Gütesiegel gekennzeichnet.
Informationen und Reservierungen
Tel. 0473 723324
E-Mail: bio [at] vip [dot] coop
www.vip.coop/produkt/marillen.html.”
Bild: Die originale Vinschger Marille ist die Hauptsorte, welche im Vinschgau angebaut wird.